Pathtags, die neue Suchtgefahr aus den USA!
So könnte man reisserisch diesen Artikel überschreiben. Doch von Anfang an! Was sind Pathtags überhaupt? Es handelt sich um kleine münzenähnliche Metallstücke; ziemlich genau von der Größe eines 1-Euro-Stückes. Die Vorderseite ist individuell gestaltet, die Rückseite enthält eine Identifikationsnummer und die Bitte, den Pathtag bei pathtag.com zu loggen.

Was ist denn nun ein Pathtag genau und welchen Zweck verfolgt er?
Nun, im Gegensatz zu einem Travelbug, dessen Zweck das möglichst lange Reisen ist; muss das ein Pathtag nicht tun, bzw. nicht in der exzessiven Form. Dem Owner genügt es, durch Hinterlassen eines Pathtags eine Spur seiner Anwesenheit zu hinterlassen. Wird diese Spur gefunden, so kann sie durch Loggen dokumentiert weden; muss aber nicht. Man kann als Finder eines Pathtags diesen herausnehmen und wie ein normales Trade-Item tauschen und wieder einfach in einen anderen Cache legen oder man kann ihn eben bei pathtags.com loggen. Hat man dies allerdings getan – wie das geht kommt weiter unten – so geht er sozusagen in den eigenen Besitz über und erscheint in der Rubrik der “eigenen” Pathtags. Will man den Pathtag dann wieder weiterwandern lassen, so muss man ihn von Hand aus der eigenen “Besitzliste” wieder löschen.
Doch vor dem Loggen kommt erst einmal die Registrierung; ein Umstand, der viele vielleicht davon abhält, einen gefundenen Pathtag zu loggen. Die Registrierung geht schnell und ist auf die nötigsten Angaben beschränkt; allerdings wird zwingend eine Ortsangabe verlangt.
Den beim Loggen eines Pathtags, den man zum Bespiel zugeschickt bekommen hat – ja, es gibt eine überaus aktive Sammel- und Tausch-Community – kann man dann einfach seine Home-Location als “Fundort” angeben. Findet man einen Pathtag an einem anderen Ort, kann man die entsprechenden Koords eingeben.
Nach dem Loggen eines Pathtags wird dieser der eigenen Online-Collection hinzugefügt.
So kann man selbst aber auch anderen zeigen, welche Pathtags man schon hat. Und hier liegt wohl auch der große Unterschied zu Coins und Tbs: Pathtags sind im eigentlichen Sinne zum Behalten und Sammeln gedacht. Habe ich nämlich einen Pathtag einmal geloggt und will ihn wieder an anderer Stelle ablegen, so muss ich zuerst den Pathtag aus der Collection entfernen und dann die neuen Koords eingeben.
Der “Owner” des Pathtags, also derjenige, der ihn hergestellt und “auf den Weg gebracht hat” erhält auf einer Landkarte die Standorte der verteilten Pathtags angezeigt.

So kann er sehen, wo überall ein Exemplar seines gestalteten Pathtags seine Spuren hinterlassen hat.
Das Design für einen Pathtag kann man selbst festlegen oder seine Ideen von “professionellen Herstellern” machen lassen. Wenn man im sehr aktiven Forum seinen Entwurf vorstellt, kann man sicher sein, dass man in kürzester Zeit Tauschangebote für sämtliche Exemplare bekommt, so dass die eigene Sammlung sehr schnell anwachsen kann.
Für ds Design gibt es sogar schon ein Template für Adobe Photoshop und andere Grafikprogramme. Die Herstellung geht relativ schnell, man reicht seinen Entwurf bei der Herstellerfirma ein, die schicken enem eine Blaupause zu und man kann dann entscheiden, ob sie so ok ist oder man ändert diese nochmals. Das geht solange, bis man mit dem Entwurf fertig ist und innerhalb von 2 Wochen bekommt man die Pathtags ins Haus geliefert. Kostenpunkt für 50 Pathtags inkl.: 99 US-Dollar.

26. Januar 2009 at 19:03
Interessante Idee, obwohl ich doch lieber zum Dosenfischen gehe. Mal sehen, ob die Idee sich durchsetzt.
Gruß, Martina
26. Januar 2009 at 19:15
Weit weg damit – ich seh schon zu dass ich die Coins alle in Umlauf bringe damit ich gar nicht erst anfange zu sammeln!
27. Januar 2009 at 13:41
Sag mal, wo ist denn mein Kommentar hin, den ich Dir nach Ersterscheinung dieses Artikels schrieb????
Ganz so neu sind Pathtags nun auch wieder nicht, die ersten kamen 2006 heraus.
Aber es werden immer mehr neue Designs produziert und es gibt Sammler in den Staaten, die inzwischen weit über 2500 Stück haben. Verschiedene wohlbemerkt.
Das Faszinierende ist die ungeheuere Vielfalt an unterschiedlichen Geschmäckern. Jeder Pathtag bedeutet für die Owner etwas, beinhaltet ein Thema, daß ihnen am Herzen liegt, paßt zu ihrem Nick oder zu ihrer Gegend.
Es sind einfach wunderbar individuelle Tauschgegenstände und natürlich freuen sich alle Owner, wenn sie durch ein Log eine Bestätigung erhalten, daß jemand ihren Pathtag gefunden hat.
Reisende in dem Sinne von Coins und TBs sind sie also nicht, eher sowas wie eine Spur auf der Weltkarte, die man hinterläßt…
Achso, und die Wartezeit beträgt 4 bis 6 Wochen und dann noch Postweg, ist also nicht ganz so schnell, wie Du beschreibst.
Gruß, ElliPirelli
5. April 2009 at 12:45
First Gemany…
Es gibt so Tage, für die das Geocaching erfunden wurde. Das war so einer. Entspannt mit dem Cachemoped bei allerbestem Frühlingswetter zum GC77 – dem ersten Geocache, der in Deutschland gelegt wurde.
Zwar nicht mehr im Originalzustand, aber dank B…