sind wir Leser zu anspruchsvoll?
Gerade wurde ich durch ein Tweet von geocacheFreak auf eine Artikel in der Online-Version der Zeitschrift Fit for Fun aufmerksam.
Titel: “Schatzsuche via Satellit. Was bringen Online-Portale für geocaching?” FIT FOR FUN hat zwei Portale, geocaching.com und opencaching.de ausprobiert.
Nun gut, endlich mal eine vernünftige Aufstellung über das Für und Wider der Nutzung des heimischen Portals (Opencaching.de) gegenüber des von einigen als kommerziell empfundenen amerikanischen Portals (geocaching.com).
So dachte ich jedenfalls. Denn die Redaktion schreibt ja, sie hätte ie Portale ausprobiert. Und nach dem Titel erwarte ich eine Schlussfolgerung oder besser gesagt Antwort auf die selbsgestellt Frage, was Online-Portale für Geocaching bringen.
Doch weit gefehlt!
…….stellt die zwei beliebtesten Geocache-Verzeichnisse vor, danach folgen genau 11 Zeilen über Opencaching, dass es ein kostenloses Online-Portal ist, eine schlichte Seite mit guter Suchfunktion… Kein Wort über die Deutsche Wanderjugend, den Hintergrund der Betreiber, geschweige denn eines Bildes oder etwas über die Inhalte an sich. Sprich wie melde ich mich an, was muss ich beachten, gibt es ein Forum etc. Alles Angaben, die ich von einem Artikel, der eine Plattform vorstellen will, erwarte.
Genauso verhält es sich mit dem noch kürzer geratenen Abschnitt über geocaching.com, der wird in genau 8 Zeilen abgehandelt. Auch hier fehlen Angaben zur Usability, Forum, Features etc.
Eine Gegenüberstellung der Portale findet nicht statt, eine Bewertung über den Nutzen auch nicht. Dass zum Beispiel Caches auf Opencaching und auf Geocaching parallel gelistet sein können.
Hier wurde im Schnellverfahren ein Artikel mit der heissen Feder geschrieben, nur um auf den Zug mit aufzuspringen, so scheint es mir.
Dieser Mangel an gründlicher Recherche fiel mir aber nicht nur bei diesem Artikel auf, gerade gestern wurde in der Saarbrücker Zeitung ein Artikel über Twitter veröffentlicht, der jeder Beschreibung spottet. Daraus entspann sich eine rege Diskussion über die nachlassende Qualität gedruckter Medien, woraus dann ein weiterer Artikel als Reaktion darauf entstand. Und netterweise hat sich im Kommentar auch der Redakteur des ursprünglichen Artikels aus der Saarbrücker Zeitung gemeldet. Mal sehen wie das weitergeht.
Ironie an:
Jetzt kontrolieren diese Hobby-Online-Blogger (ich will sie ja noch nicht mal Journalisten nennen) schon die Qualität der Profis; da hört sich doch alles auf,oder?
Ironie aus
Viel Vergnügen beim Lesen!
6. November 2009 at 12:27
Ja natürlich müssen die Blogger die Profis kontrollieren – grins.
Ich hatte den Artikel erst nach Deinem Beitrag gelesen und war etwas erstaunt, das es ja nur eine “Kurzmeldung” war – da war ja Dein Beitrag länger. Schon ein Witz das die so einen Mini-Beitrag als Test bezeichnen.
Grüße aus Augsburg
Reinhard (Quasselkasper)
6. November 2009 at 15:40
Das entspricht meinem Eindruck des Heftchens. Die Auswahl der Bilder dauert vermutlich viel länger, als das Zusammentippen des nichtssagenden Inhalts.
6. November 2009 at 19:41
Schau Dir die anderen Themen diesen Heftchens an. Wer soetwas freiwillig liest, dem ist doch eh mit nix mehr zu helfen.
10. November 2009 at 11:52
Ich finde, darüber solltest Du ruhig mal podcasten. Am besten über Skype mit Elli zusammen