Das waren noch goldene Zeiten, als man die Namen der örtlichen Cacherkollegen an einer Hand abzählen konnte und die Suche nach einem neuen Cache noch etwas Aufregendes und Spannendes – weil lang ersehnt und selten – war.
Heutzutage kommen achtzig und mehr Cacher zum Stammtisch (angefangen hatten wir in HD mit gerademal 20! Hach was war ich damals 2009 aufgeregt als Veranstalter, ob überhaupt jemand kommt und ob ich nicht dem Wirt zu viel versprochen hätte …)
Aber die Zeiten ändern sich und langsam aber sicher rückten wir auch in den Focus der Presse. Waren es anfangs nur hin und wieder Meldungen, dass entweder ein verdächtiger Behälter für Unruhe sorgte oder in Not geratene Geocacher aus einer Steilwand etc. gerettet werden mussten; so sind doch inzwischen die Berichte über Geocaching an sich, sei es dass ein Geocacher auf einer Tour begleitet wird, sei es ein Bericht über Geocaching-Vorträge oder Ankündigungen zu “öffentlich veranstalteten” Geocaching-Touren in der Mehrzahl.
Aus Spaß habe ich einmal in einer großen Wirtschaftsdatenbank, die auch die Presse auswertet nur in der deutschsprachigen Presse und nur für den Zeitraum von 20.9.2010 bis 20.09.2011 nach dem Begriff “Geocaching” recherchiert.
Das Ergebnis: 481 Treffer, wobei die Duplikate schon herausgefiltert waren.
Na da brauchen wir uns ja nicht zu wundern, dass unser Hobby immer bekannter wird. In einigen Artikeln ist sogar nicht nur mehr von Trendsportart die Rede, sondern tatsächlich schon von Breitensport!
Fortsetzung folgt…
Öffentliche Veranstaltungen – Kalender
Geocacher und Jäger
Touristische Geocaching-Angebote
20. September 2011 at 11:44
Diese Erkenntnis wäre sicherlich hörenswert…
20. September 2011 at 11:55
Ja und? Was ist jetzt so schlimm daran? Wenn jemand Geocaching mit einer Geheimorgansitation gleichzustezen versucht oder sich im Untergrund wohlfühlt – dann ist das sicher das falsche Hobby…
20. September 2011 at 12:49
Ich finde da nichts Schlimmes dran, nur kommt immer mal wieder im Netz hoch, dass wir nicht mehr im Verborgenen cachen … Deshalb wollte ich einfach mal nur zeigen, wie häufig in der Presse über Geocaching berichtet wird.
20. September 2011 at 14:44
Ach, irgendei Vorwand findet sich immer, auch die letzte P…Ecke zu bedosen.
Warum zeigt man den Pressefritzden, die ständig “mitgehen” wollen eigentlich immer die tollen Caches und nicht die dreckige Durchschnittsware (feuchter Micro mit zerfleddertem Logstreifen hinter Blumenkübel auf Gassi-Strull-Niveau), mit der sich der gemeine “Homezone-Freihalter” (selbstgewählt) zu 90% der Zeit herumplagt.
Würde zumindest weniger Neucacher anwerben und das Problem der FTF- und Homezone-Junkies verkleinern.
20. September 2011 at 15:49
Wahrscheinlich aus reinem Selbstschutz. Oder möchtest Du in der Öffentlichkeit mit diesen P…Ecken in Verbindung gebracht werden? Eben! Da zeigt man natürlich die Sahnestückchen, um ein möglichst positives Bild von dem Hobby zu geben.
Wer nur solche Caches dann erwartet.. nun den holt die Realität in der Tat ganz schnell ein. Leider!
Wäre es nicht schön, nur schöne Gegenden zu entdecken, nur liebevoll getarnte Caches zu finden und und und.
Aber man kann eigentlich nur mit gutem Beispiel voran gehen. Und da finde ich eben eine örtliche Infrastruktur durch regelmäßige Treffen etc. enorm wichtig. Da können nämlich die “Neuen” in Kontakt mit den alten Hasen treten und wenn die noch auf Qualität und einen Mindeststandart Wert legen, dann sollten solche Dosen in P…Ecken nicht vorkommen.
20. September 2011 at 15:18
Als Trendsportart sehe ich da keine Gefahr, da hören viele auch wieder auf, wenn es nicht mehr “trendy” ist , Breitensport hat doch was positives, wenn es viele lange machen, da geocachen ja auch irgendwo aus dem Letterboxing aus England enstanden ist, was es ja heute dort auch noch gibt und was sogar ein Geocachetyp ist, hat es ja doch schon einen längeren Hintergrund. In der heutigen Form konnte sich das geocachen ja erst im letzten Jahrzehnt durch die technischen Neuerungen im Bereich GPS und Internet entwickeln, so wurde es als internetbasiertes “Spiel” ja auch erst der Masse zugänglich. Eine rapide Zunahme der Geocacher hat es natürlich erst in den letzten zwei-drei Jahren durch Smartphone und Co, wer hatte vorher schon ein GPS-Gerät? Ob diese Gelegenheitssmartphonegeocacher auf Dauer dabeibleiben ist fraglich. Die Anzahl der Geocacher finde ich nicht problematisch. Problematisch ist für mich die Tatsache, dass viele der ich habe ein “GPS-fähiges Smartphone mit Internetflat und kann sofort loggen Geocacher” meinen, an jede Wegkreuzung eine Dose wegschmeissen zu müssen, weil der Schwager vom Nachbarn mit seinem Rex dort Gassi geht, und es natürlich viele Geocacher interessiert, wo denn da das Tretminenfeld von des Nachbars Verwandschaft seinem Rex ist, um darin herumtreten zu können. Ein Geocache will ja auch geplegt sein, die Geocacher sollen ja auch einen guten Eindruck vom Owner des Caches bekommen, der behälter ist ja auch was besonderes und hat sicher Arbeit gemacht. Aber warum soll ich das Risiko eingehen, und das Minenfeld nochmal betreten, und zu meinem im Urlaub in Machu Picchu/Peru verstecktem Geocache komme ich ja sowieso nicht wieder hin, es sollen aber alle wissen das ich hier war. Wenn jemand zufällig hier oben eine Logbuchseite mithat, möge er sie doch für das volle Logbuch stiften. Leider ist die Anzahl der Seiten die eine Filmdose aufnehmen kann etwas begrenzt. Bei 161 m Mindestcacheabstand wird es ja jetzt an einigen Ecken interessant und eng. Hier sollte wirklich eine Besinnung zu besonderen Orten kommen an die das Geocachen führen soll, wenn ich einen Geocache verstecke, möchte ich diesen Ort ja möglichst vielen Menschen (Cachern) zeigen. Aber im Moment läuft es getreu der Weissagung der Cree-Indianer: Erst wenn die letzte Filmdose versteckt, die letzte Geocoin gegrabbt, der letzte Travelbug geloggt ist, werdet ihr merken, dass keine Koordinate mehr frei ist und ihr nur noch über Geocache lauft.
Es geht momentan teilweise nur noch um den Statistikzähler, den FTF usw.. Der Selbsterhaltungstrieb führt den Geocacher aber automatisch dahin, wer viel finden will, muß auch selbst mal was verstecken.
Auf Dauer wird die Gemeinde der Geocacher sicher auch wieder kleiner, im Moment sind ja auch alle mit wandern, joggen und mountainbiken zurück zur Natur usw. beschäftigt, da ist der gefundene Geocache ein schönes Abfallprodukt, zwei Hobbies zeitgleich ausführen, das ist der Trend unser schnellen Gesellschaft, ist man da schon Multitasker oder verwechsel ich da jetzt was? Wer ist früher schon gewandert? Alte Leute! Heute lassen sich die Onlinefetischisten gleich ihre Route auf der OSM-Karte erstellen, und packen die Geocaches gleich mit dazu. Es wird sicher wieder weniger, aber Hauptsache es werden mit Deaktivierung des Geocachaccounts auch die eigenen versteckten Geocache deaktiviert und eingesammelt, damit es wieder etwas Platz für die schönen, ideenreichen Geocaches gibt.
27. September 2011 at 15:17
[...] muss, habe ich nur so mal und um bei den Datenbanken in der Übung zu bleiben, meine Recherche vom 20. September 2011 etwas weiter [...]