oder: Die Angst des Owners um die Dose, bevor der Cache veröffentlicht ist.PICT0165

Ach, was muss man als Owner nicht alles für Ängste ausstehen! Da legt man eine Dose an einen unbelebten, kaum besuchten Ort in der Wildnis aus, kreiert eine schöne Geschichte mit schönen Stages darum und dann wird und wird das einfach nichts mit der Freischaltung. Mal muss das noch nachgetragen werden, dann wieder dauert die Kommunikation mit dem Reviewer etwas länger, dann ist der Internetzugang weg; und in all dieser Zeit liegt der Cache allein, hilflos und ungeschützt gegen sämtliche Unbill an seiner Final-Location!

Was kann ihm da nicht alles zustossen; ist er überhaupt noch da? Was, wenn ihn schon ein Muggle gefunden und entsorgt hat? oder ein wildes Tier sein Mütchen an ihm gekühlt und ihn in die nächste Schlammkuhle verbracht hat, was kann einer armen schutzlosen Dose vor ihrer Freischaltung nicht alles Grausames zustossen!

Cache XXLDass diese Gedanken schlagartig aufhören, wenn der Cache veröffentlicht ist, ist ein Phänomen, dass meines Wissens noch niemand untersucht hat! Ist es das bekannte „Nicht-Loslassen-Können“, dass einen bis zur Veröffentlichung in Atem hält oder sollten wir doch tatsächlich menschliche Beziehungen zu unseren Tupperdosen haben? Es ist doch eigentlich nur eine Dose mit etwas Inhalt, aber doch nicht so wertvoll, dass man daran so viele Gedanken verschwenden muss.

Und trotzdem! Ich glaub ich fahr jetzt mal los und schaue nach meinem neuesten (noch unveröffentlichen) Cache, spende ihm etwas Trost und spreche ihm Mut zu, dass der Erstfinder bestimmt nicht mehr lange auf sich warten lässt.

PS: Inzwischen ist das Döschen freigeschaltet und auch schon gefunden worden; wieso mache ich mir jetzt keien Sorgen mehr darum?  Weil es jetzt den offiziellen Geocaching-Waypoint verpasst bekommen hat? Trotzdem freu ich mich riesig, wenn ich wieder was von ihm höre.