Herbsstimmung?Der Sommer ist vorbei, der Herbst naht und damit die Aussicht auf wunderbare Cachetouren in der Pfalz und entlang der Bergstrasse! Aber auch am Neckarstrand, wie es so schön in einem Lied heisst, warten viele zu  spektakulären Punkten führende Caches.

Ein Highlight – im wahrsten Sinne des Wortes – ist der „Broken Stone„-Cache GCFDAB über Schriessheim.

Abgebildet seht Ihr das Höhenprofil ab der …. Station; ich will ja nicht zuvielTeil des Höhenprofils verraten! Aber vor dem Beginn des Höhenprofils war ich schon mal auf dem Gipfel; hatte dann aber bei der Koordinatensuche kein Glück und musst doch den langen Weg über alle Stationen machen. Was sich aber durchaus gelohnt hat!
Doch nun zur Beschreibung:
StrahlenburgDer Cache beginnt bei der romantischen Strahlenburg; wer will, kann von Schiressheim hochwandern und dort die erste Rast einlegen. Am Sonntag waren das Hunderte; die allerdings nicht nur die Aussichtsterrasse belagerten, sondern auch noch die umliegenden Weinberge; denn es war Weinwanderung angesagt!PICT0169 Da duftete es verführerisch nach gebratenen Wüstchen und Schnitzel brutzelten gar lieblich in ihrer Pfanne; es wurden die Becher gefüllt und zugeprostet; und mittendrin struwwelchen mit seinem Etrex im Anschlag und – aufgezwungenen – Scheuklappen vor den Augen. Denn die Pause gleich an den Anfang legen? Zum Glück hatte ich darauf verzichtet, denn mit dieser leckeren Zuladung wäre ich nie und nimmer die Berge raufgekommen!

Nach einer Weile verlässt man die Weinberge und den schönen Ausblick auf die Rheinebene und es geht in den nicht minder schönen Wald, der sich die Berghänge Da kleben sie am Felshinaufzieht. Dem Namen des Caches nach war klar, dass er etwas mit dem stillgelegten Steinbruch zu tun haben würde; der Steinbruch ist seit seiner Öffnung für das Publikum ein ausgewiesenes Klettergebiet.
Wer konditionell gut drauf ist und gerne unterwegs ist; sollte die im additional Hint angegebenen Koordinaten unbedingt aufsuchen; ob während des Caches oder später sei dahingestellt; aber die Frage „Eingehängt?“ und die Überlegung; ob sie in dem Moment, wo man sie wahrscheinlich liest, noch Sinn macht; hatte einen netten kleinen Plausch mit einem Radfahrer zur Folge, dem ich dort oben begegnet bin.

Es ging weiter Richtung Süden zur Schauenburg; das kann ich ja sagen; weil zum Lösen der Aufgabe der Besuch unabdingbar ist.
Die Schauenburg ist leider nur noch eine Ruine; PICT0238 zu allem Unglück wurde ein Teil des Burgbergs früher wegen des dort stattfindenden Porphyrabbaus weggesprengt. Früher galt eben der Kommerz höher als das Kulturerbe; inzwischen ist aber auch dieser Steinbruch geschlossen und ein Verein bemüht sich recht erfolgreich um den Erhalt dieser schönen Ruine.
Nachdem ich dort eine kurze Rast eingelegt und schwere mathematische Berechnungen angestellt hatteging es weiter und wie ich es schon geahnt, ja befürchtet hatte: mein Etrex zeigte eine ganze Weile stur geradeaus und dann plötzlich schlug esRichtung Berggipfel nach rechts aus. Tja, der nächste Abzweig war dann gefühlte Kilometer weiter und dann ging der Aufstieg steil aber stetig los.
Es gibt verschiedene Wege auf den Berg zu kommen; ich wählte zufälligerweise einen, der an der Odenwaldhütte vorbeiführte, was mir die willkommene Gelegenheit zur Rast bot.

Doch dann die letzten Höhenmeter bewältigt und mit dem Ankommen an der Abbruchkante oberhalb des Steinbruchs belohnt worden! Leise hörte man das Klirren der Steigeisen und Karabiner der Kletterer; als ich mich über die Abbruchkante lehnte- bitte nur machen, wenn man sich das auch zutraut!!!!- sah ich sie nicht weit unterhalb von mir am Fels „kleben“.

Doch die Zeit war weiter vorangeschritten als ich dachte und so machte ich mich auf den Weg – zum Glück jetzt eben – zur nächsten Station; Errechnung des Finals war auch nicht schwer und so blieb mir die Dose dann auch nicht lange verborgen.
Erschöpft aber glücklich schrieb ich mich 4 Stunden nach Beginn ins Logbuch ein.Heissluftballon

Auf dem Rückweg noch ein paar tolle Fotos von einem Heissluftballon machen können, der geradeso über die Bergkuppe hinweg sich in den Steinbruch „stürzte“!

Alles in allem anstrengend, aber ein absolutes Muss und die Herbstzeit mit ihrem weichen Licht über der Rheinebenen und den kühleren Temperaturen ist genau die richtige Zeit dazu. Und am Ende winkt ja wieder die Strahlenburg mit ihrer Burgschenke!

Size: Regular (Regular)      Difficulty: 3 out of 5      Terrain: 3 out of 5 (1 is easiest, 5 is hardest)