Da wollte ich doch mal die neue Technik ausprobieren und habe das Laptop mit auf die Cachingtour mitgenommen. Endlich genug Akkulaufzeit und WLAN-Anschluss im Rucksack ging es los.
Der erste Cache auf der Liste machte mich zu einem Hobby-Biologen auf Wasserprüftour. Igitt igitt war das Wasser dreckig heute! Habe zum Beweis der heutigen Wasserqualität mal ein Pröbchen abgefüllt, gemeinerweise unter dem Namen “Aqua Vitale”! PICT4211
Aqua Chemikale würde wahrscheinlich besser passen!
Aber die Idee für diesen Cache finde ich mal wieder aussergewöhnlich! Nicht das Übliche zähle hier und schaue da; nein, hier sind handfeste hausfrauliche Fähigkeiten des Abschätzens, Abwiegens und Abmessens gefragt. Hoffentlich bleibt uns dieser Cache lange erhalten.
Nachdem L’Adiposette etwas von dem Wasser gekostet hatte – ich hatte sie gewarnt – war sie für den Rest des Tages im Rucksack verschwunden und nicht wieder herauszubringen. Ich glaube sie hat ein paar Haare gelassen ob der Chemikalien…..

Sehr interessant war der Blick auf die Neckarinsel – übrigens gut bewacht von der hiesigen Wasserpolizei – auf der wohl Kormorane Quartier genommen hatten, auf jeden Fall große schwarze Wasservögel. PICT4245
Auf dem anderen Neckarufer herrschte Jubel, Trubel Heiterkeit, während man hier den Atem der Geschichte sich um die Nase wehen lassen konnte; waren hier doch schon die alten Römer schwer beschäftigt….

Nachdem ich nun meine naturwissenschaftlichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatte, kamen die optischen Kenntnisse auf den Prüfstand. Würde es mir möglich sein, auch ohne angeborene Sehschwäche diesen Cache zu lösen? Zum Glück war heute Sonntag und mein Cachemobil fand noch einen winzigen Platz im Burgvorhof.  Und ich brauchte mir keine Sorgen ob meiner guten Augen zu machen, im richtigen Moment vernebelte sich mein Blick und blind wie ein Nachtmull ertastete ich den Cache. Es lohnt sich die angrenzende Menagerie zu betrachten, sie wurde mit viel Liebe und Enthusiasmus “eingerichtet”.

PICT4289Eigentlich könnte ich den Cache durchaus in die Reihe der Gotteshäuser-Caches  aufnehmen, wird doch die unübersehbare  aber leider abgeschlossene  Friedenskirche gut beschrieben.

Nachdem es für das Hendsemer Feld schon zu spät war, stattete ich nur noch dem Platz der ehemaligen Synagoge in Heidelberg einen Cache-Besuch ab. Meine Bedenken gegenüber der Unterbringung der Dose habe ich im Log Ausdruck gegeben; grundsätzlich bin ich aber dafür, dass auch zu gerade solchen Orten die Leute hingeführt werden können und sollen. Nur gilt auch hier – wie auch bei Kirchencaches – etwas Abstand tut Not, es reicht, wenn man 10 Meter davon entfernt eine Dose legt. So habe ich es bei der aktuellen Synagoge auch gehalten.

Und auf dem Rückweg habe ich dann auch endlich im Star……….-Café mein Laptop ausgepackt und angefangen, diesen Beitrag zu scheiben.
Was lerne ich daraus? Es lohnt sich nicht, das Laptop zum Cachen dabei zu haben; man kommt eh nicht dazu, so zwischendrin mal eben online zu Loggen oder so.

Freie Hotspots sind in Heidelberg eh rar gesät, da kann ich auch zuhause schreiben. Oder sollte es gestern einfach nur zu kalt gewesen sein, um auf der Parkbank mal eben ein bisschen zu Bloggen?