Mai 2009


struwwelpod 016Struwwelpod Nr. 16

Nach langer Zeit endlich wieder eine neue Folge, kurz und knapp ca. 20 Minuten das Neueste aus der Heidelberger Umgebung

besprochene Caches:

Hermanns Cache
5 Sinne Teil 1 und Teil 2

Dachsenfranz Prolog – Der Brief des Freundes
Heidelberger Brunnenserie

Es war einmal in Heidelberg 1 Stadt = Passwort
Es war einmal in Heidelberg 2

struwwelpod 016




Wo bin ich?

Ursprünglich hochgeladen von struwwelchen

Tja, seit Montag ist meine Adipossette zwischen alten Karten und Atlanten verschwunden und taucht nur noch sporadisch auf, um mich nicht vereinsamen zu lassen!

Ich habe nämlich den „Fehler“ begangen, sie mit auf meine neue Vormittags-Arbeitsstelle mitzunehmen; das Geographische Institut, genauer gesagt die Bibliothek desselben.

Mmhh, lauter Karten der verschiendensten Maßstäbe, allei 3 Schubladen nur Heidelberg und Umgebung. Gerade habe ich einen alten Atlas von 18hundert ungrad vor mir und versuche ihn in irgendeiner Art katalogisch zu erfassen…

Von besonders exotischen oder besonderen Exemplaren werde ich in Zukunft hier berichten, jetzt wo ich quasi an der Quelle sitze.
Aber langsam mache ich mir wirklich Sorgen, l’Adipossette ist schon seit Stunden verschwunden…..

kommt ein struwwelchen auch zum exponierten Gehgelände!

Nachdem ja wohl einige Sockenpupen den Owner dieses T4,5er Caches angemosert hatten, dass von dem FTF-Team nicht alle direkt am Cache waren, bot walldwolf Andreas (Bob der Baumeister) und mir an, eine „geführte“ cachetour zu unternehmen. das Bauwerk der Begierde
Wobei geführt heisst, dass er uns sichern würde; laufen müssten wir schon selbst!!!
Gesagt getan, am 12. Mai  also sollte es soweit sein, struwwelchens allererster Cache mit Kletterausrüstung!!!
Wie es immer bei solchen Gelegenheiten ist, verdunkelte sich gegen Abend der Himmel, heftige Windböen fegten über den Berg und fuhren mit Gepfeife in die „Schlucht“.
Am Parkplatz angekommen waren Stefan und Andreas schon da; kaum bekam man die Autotür an der dem Wind zugewandten Seite auf. „Meint Ihr wirklich, dass das bei dem Wind geht?“ War meine erste Frage – irgendwie hoffte ich wohl auf eine verneinende Antwort. „Wir gehen mal hin und dann schau’n wir mal“ war Stefans beruhigende Antwort und so stapften wir über die Brücke an der Strasse entlang, mit Rucksack, Seilen, Helmen und Trittleiter bepackt.
Ja, Ihr habt richtig gelesen, eine Trittleiter! Ein struwwelchen ist ja von Natur aus nicht für das die senkrechte Wand Hochgehen geeignet und braucht deshalb für die ersten Klimmzüge eine Leiter.  und da ich keinem der beiden eine räuberleiter zmuten wollte, brachte ich eben selbst eine Leiter mit. Walldwolf bei den Vorarbeiten
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, also Seilsicherung angebracht, struwwelchen in ein Klettergurt  – eigentlich waren es zwei, einer oben und einer unten, gesteckt  und die theoretischen Einführung „den Knoten hier nur angucken, nix anfassen“ und ein paar Mal probehalber das Ein- und Ausklinken der Karabiner geübt war, ging Stefan voraus und machte es sich an dem ersten Querträger „bequem“.

Und dann hiess es für Mich: „Struwwelchen oder Maus?“ Bis zum ersten Querträger war man ja noch nicht so hoch oben, aber da der Blick ja immer voraus eilt,sah man den Abgrund schon auf sich zukommen. Krabbeln kam überhaupt nicht n Frage, wenn dann schon etwas gebückt „laufen“. So immer im Nachsetzverfahren, so locker flockig wie das dann nach mir andreas machte, war ich natürlich nicht unterwegs.
Das Einhängen und Aushängen der Expressschlingen ging auch erstaunlicherweise völlig problemlos und so gelangte ich schneller als gelgaubt zu ersten „Wartestation“, da jetzt das Führungsseil zu Ende war und Stefan bis zum Cache vorstieg, um mich von dort aus zu sichern (oder so, ich kenn mich mit der Terminologie noch nicht so gut aus.)
Während dieser Wartezeit, die ich zuerst in die Ecke gedrückt – jetzt nur nicht nach unten schauen – , Auf schmalem Pfaddann aber doch tasächlich sogar fotografierend absolvierte, kamen mir dann beim Anblick der leicht ansteigenden und eine Linkskurve beschreibenden Wegstrecke so ganz kurz Gedanken wie „Was machich hier überhaupt; Ich will hier weg!“ Aber dann kam doch wieder der Abenteuerer in mir durch und ich sagte mir „struwwelchen oder Maus, jetzt gilt’s“. Ausserdem wollte ich mir ja jetzt nicht die Blöße geben,  wenn es darauf ankommt zu kneifen! Aber nachdem das erlösende „Kannst kommen“ herüberschallte, gab es doch kein Halten mehr und zielstrebig lief ich bis zum Ende – sprich Cache – durch. Ws blieb mir anderes übrig, so einfach umdrehen und zurückgehen ist da ja auch nicht möglich!
Dann endlich war es geschafft; schnell noch in die finale Schlinge eingehängt und mit zitternden Händen, erst jetzt bemerkte ich, wie zittrig ich eigentlich war, die Dose geöffnet.
Tauschgegenstände? Pah, keines Blickes habe ich den reichhaltigen Inhalt gewürdigt, nur den kürzesten Logeintrag Jetzt nichts fallen lassen!meiner Cacherkarriere gemacht “ 12.5.09 20:00 struwwelchen“. Mehr war nicht drin.
Dann wieder die Dose zu kriegen, jetzt bloss nicht den Deckel fallen lassen; und dann vorsichtig umdrehen und wieder Richtung 3. Querträger streben.
Dazwischen Stefan nicht von der Kante schubsen und geschafft, der Querträger hat mich wieder! An den Querträgern konnte man sich nämlich so richtig mit den Fingern festhalten.  Dazwischen nicht, da hiess es wirklich Gleichgewicht halten.

Nach einer gefühlten Stunde – obwohl ich den Rückweg deutlich schneller absolvierte – kam ich glücklich aber mit butterweichen Knien wieder am rettenden „Ufer“ an.
Definitiv das Highlight meiner bisherigen Cacherzeit!!!!

Dann war auch der geduldig wartende Andreas an der Reihe, mit dem zusätzlichen Thrillfaktor, dass es langsam dämmerte, wobei Stefan ja meinte, dann würde man wnigstens den Abgrund nicht sehen, da sei es doch viel leichter!Andreas auf dem Weg zum Cache
Andreas als klettererfahrener Cacher war deutlich schneller unterwegs als ich und abslovierte die Strecke in der Hälfte der Zeit. Kaum hatte ich die Kamera und den Photoapparat gerichtet, war er auch schon losgelaufen!

Glücklich zurück gab es ersteinmal ein Becherchen Sekt auf diesen gelungenen Coup und danach noch auf einen Nachtcache in der Nähe.
Aber dazu später mehr.
Filmchen kommt noch, ist hier!! muss heute abend erstmal schneiden und vertonen.
Ein riesengroßes Dankeschön für diesen Cache und die Möglichkeit, ihn so sicher absolvieren zu dürfen geht von dieser Stelle an Stefan aka walldwolf!!!

Exponiertes Gehgelände (Allwetter-Klettercache) GC1NBBR

A  cache by walldwolf Hidden: 4/3/2009
Size: Size: Regular (Regular) Difficulty: 2.5 out of 5 Terrain: 4.5 out of 5 (1 is easiest, 5 is hardest)

Tja, es hätte so schön werden können!
Vorige Woche traf ich auf meiner Tour durch den Heidelberger Stadtwald; ich war gerade PICT6466auf Erkundungstour für einen neuen Cache; einen Nordic Walker mit Hund, dessen Auto ich gerade als Ablage für mein GPS und Notizbuch benützt hatte. „Ach Sie machen Geocaching? Das will ich auch schon lange machen, habe mich aber noch nicht hineingearbeitet; das ist ja interessant“  
So ungefähr seine Reaktion und nachdem wir unsere Internet-Identitäten ausgetauscht hatten, trennten sich unsere Wege.
Am nächsten Tag dann schon getwittert und als „TrinkGernRiesling“ dann seine Unentschlossenheit über das 1. Mai-Feiertagsprogramm twitterte, war die Gelegenheit günstig: ich schlug eine gemeinsame Cachetour zum noch unentdeckten „Hermanns-Cache“ oberhalb von Schriessheim vor.
Gesagt, getan, um 11:00 Uhr waren wir am Parkplatz; kein mir bekanntes Cachemobil vor Ort; sollte es etwa doch zu einem FTF reichen?
Die Wegfindung war gelegentlich durch kurze Übungszeiten – wie programmiere ich ein Garmin 60 cx – unterbrochen; mit so was Modernem kenne ich mich nicht ausHerrmanns-Cache 003;-))
Bei der ersten Station, die wir durch eine kurze Querfeldein-Einlage erreichten, wurden wir von 2 anderen Cachergruppen eingeholt und zogen dann mit den „Die Grottenolme“ zusammen weiter.

Gemeinsam wurde gerätselt, gezählt, an die Stirne geschlagen und gewandert. Achja, zur Erheiterung aller trug „Bantu“ bei, der Hofhund von Thomas, dem „Noch Muggle“. Bantu schleppte immer wieder die größten Stöckchen aus dem Wald an, egal, ob es diejenigen waren, die wir geworfen hatten!
Herrmanns-Cache 021Viel gab es über den Bergbau in der Schriessheimer Gemarkung zu entdecken, hübsch verpackt in die Geschichte von Hermann, den Bärenjäger und so gingen die Kilometer dahin; nicht umsonst hatte der Owner geschrieben, dass die Runde 8 km plus X lang wäre.
Dieses X hatten wir uns eingehandelt, weil wir bei einer Station nicht in das Erdinnere vorgedrungen waren; aber Absperrung und Naturschutz hielten uns davon ab. So errechnteten wir die gefragten Buchstaben durch aberwitzige Theorien aus dem Hinweisschild und landeten prompt im Abseits.
Was also tun? Das GPS half hier nicht weiter; wohl aber die Wanderkarte, die uns einen Hinweis im Namen der nächsten Station mit einem realen Punkt verband. Also auf die „alte Technik“ vertraut und voilá, die nächste Station war gefunden! Auf dem Weg dorthin begegnete uns das erste Team, das am Anfang so schnell verschwunden war; es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein!
Endlich, endlich kam eine Verpflegungsstation in Sicht, so dass die schon murrenden Füße und knurrenden Mägen eine kurze Erholungspause gegönnt bekamen; die SucheHerrmanns-Cache 023 nach dem nächsten Hinweis gestaltete sich etwas schwierig; erst war die Location von spielenden Kindern belegt – was bei einem Spielplatz ja üblich ist – dann stand uns unsere eigene „Flatterhaftigkeit“ im Weg, bis der dritte, der an der Stelle suchte, dann das richtige Equipment zum Einsatz brachte.

Auf dem weg dorthin begegnete uns wiederum das erste Team, unsere Gratulationen zum Fund waren wiederum verfrüht, noch war das Final nicht erreicht!
Aber wenigstens ging es jetzt abwärts und unsere zurückerrechntete Zahl, die wir Herrmanns-Cache 029wegen der Höhlenverweigerung nicht gefunden hatten, erwies sich als einigermassen richtig, wenigstens gelangten wir an die nächste Station, nicht ohne vorher noch an einer  Ziegenherde vorbei zu kommen, die mitten im Wald ihr Domizil hatte.

Endlich, nach gefühlten 3 Tagen Fußmarsch – in Wirklichkeit waren wir gerade mal 4 Stunden unterwegs – erreichten wir die Endstation; aber der Hint brachte uns zur Verzweiflung! „Rechts der fünften findet Ihr es“, so lautet der Text im Listing; kein Hint, nichts, was einem (oder 8) auf die Sprünge helfen würde. Nach etwa 1 Stunde vergeblichen Grübelns und Suchens gaben wir auf; erschöpft, müde und etwas enttäuscht zogen wir von dannen und diskutierten die ganze Fahrt über, wo etwas hätte noch sein können oder was wir falsch verstanden haben könnten?

Egal, TrinkGernRiesling war begeistert; hat inzwischen auch seinen ersten Cache gefunden; das Nichtfinden hat also trotzdem die Faszination des Geocachings nicht geschmälert!

Und nun ratet mal, wer den FTF gemacht hat; nein, nicht das Team, das uns überholt hatte, sondern ein in Heidelberger Kreisen bekanntes nagetier; mein persönlicher Telefonjoker! Und ich De… habe nicht angerufen, weil am Morgen der Cache noch als „jungfräulich“ im Internet stand!
Sonst kann ich nämlich immer darauf gehen, dass Mausebiber den Cache schon gefunden hat und meist den entscheidenden Hinweis liefern kann.

Als kleinen Vorgeschmack hier das Höhenprofil gpsAltDiagramunserer Tour; diesen Cache kann man übrigens sehr gut mit dem Earthcache „Spatschlucht“ und dem Multi „Bergbau im weiten Tal“ verbinden, das allerdings setzt dann doch eine sehr gute Kondition voraus!