kommt ein struwwelchen auch zum exponierten Gehgelände!

Nachdem ja wohl einige Sockenpupen den Owner dieses T4,5er Caches angemosert hatten, dass von dem FTF-Team nicht alle direkt am Cache waren, bot walldwolf Andreas (Bob der Baumeister) und mir an, eine „geführte“ cachetour zu unternehmen. das Bauwerk der Begierde
Wobei geführt heisst, dass er uns sichern würde; laufen müssten wir schon selbst!!!
Gesagt getan, am 12. Mai  also sollte es soweit sein, struwwelchens allererster Cache mit Kletterausrüstung!!!
Wie es immer bei solchen Gelegenheiten ist, verdunkelte sich gegen Abend der Himmel, heftige Windböen fegten über den Berg und fuhren mit Gepfeife in die „Schlucht“.
Am Parkplatz angekommen waren Stefan und Andreas schon da; kaum bekam man die Autotür an der dem Wind zugewandten Seite auf. „Meint Ihr wirklich, dass das bei dem Wind geht?“ War meine erste Frage – irgendwie hoffte ich wohl auf eine verneinende Antwort. „Wir gehen mal hin und dann schau’n wir mal“ war Stefans beruhigende Antwort und so stapften wir über die Brücke an der Strasse entlang, mit Rucksack, Seilen, Helmen und Trittleiter bepackt.
Ja, Ihr habt richtig gelesen, eine Trittleiter! Ein struwwelchen ist ja von Natur aus nicht für das die senkrechte Wand Hochgehen geeignet und braucht deshalb für die ersten Klimmzüge eine Leiter.  und da ich keinem der beiden eine räuberleiter zmuten wollte, brachte ich eben selbst eine Leiter mit. Walldwolf bei den Vorarbeiten
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, also Seilsicherung angebracht, struwwelchen in ein Klettergurt  – eigentlich waren es zwei, einer oben und einer unten, gesteckt  und die theoretischen Einführung „den Knoten hier nur angucken, nix anfassen“ und ein paar Mal probehalber das Ein- und Ausklinken der Karabiner geübt war, ging Stefan voraus und machte es sich an dem ersten Querträger „bequem“.

Und dann hiess es für Mich: „Struwwelchen oder Maus?“ Bis zum ersten Querträger war man ja noch nicht so hoch oben, aber da der Blick ja immer voraus eilt,sah man den Abgrund schon auf sich zukommen. Krabbeln kam überhaupt nicht n Frage, wenn dann schon etwas gebückt „laufen“. So immer im Nachsetzverfahren, so locker flockig wie das dann nach mir andreas machte, war ich natürlich nicht unterwegs.
Das Einhängen und Aushängen der Expressschlingen ging auch erstaunlicherweise völlig problemlos und so gelangte ich schneller als gelgaubt zu ersten „Wartestation“, da jetzt das Führungsseil zu Ende war und Stefan bis zum Cache vorstieg, um mich von dort aus zu sichern (oder so, ich kenn mich mit der Terminologie noch nicht so gut aus.)
Während dieser Wartezeit, die ich zuerst in die Ecke gedrückt – jetzt nur nicht nach unten schauen – , Auf schmalem Pfaddann aber doch tasächlich sogar fotografierend absolvierte, kamen mir dann beim Anblick der leicht ansteigenden und eine Linkskurve beschreibenden Wegstrecke so ganz kurz Gedanken wie „Was machich hier überhaupt; Ich will hier weg!“ Aber dann kam doch wieder der Abenteuerer in mir durch und ich sagte mir „struwwelchen oder Maus, jetzt gilt’s“. Ausserdem wollte ich mir ja jetzt nicht die Blöße geben,  wenn es darauf ankommt zu kneifen! Aber nachdem das erlösende „Kannst kommen“ herüberschallte, gab es doch kein Halten mehr und zielstrebig lief ich bis zum Ende – sprich Cache – durch. Ws blieb mir anderes übrig, so einfach umdrehen und zurückgehen ist da ja auch nicht möglich!
Dann endlich war es geschafft; schnell noch in die finale Schlinge eingehängt und mit zitternden Händen, erst jetzt bemerkte ich, wie zittrig ich eigentlich war, die Dose geöffnet.
Tauschgegenstände? Pah, keines Blickes habe ich den reichhaltigen Inhalt gewürdigt, nur den kürzesten Logeintrag Jetzt nichts fallen lassen!meiner Cacherkarriere gemacht “ 12.5.09 20:00 struwwelchen“. Mehr war nicht drin.
Dann wieder die Dose zu kriegen, jetzt bloss nicht den Deckel fallen lassen; und dann vorsichtig umdrehen und wieder Richtung 3. Querträger streben.
Dazwischen Stefan nicht von der Kante schubsen und geschafft, der Querträger hat mich wieder! An den Querträgern konnte man sich nämlich so richtig mit den Fingern festhalten.  Dazwischen nicht, da hiess es wirklich Gleichgewicht halten.

Nach einer gefühlten Stunde – obwohl ich den Rückweg deutlich schneller absolvierte – kam ich glücklich aber mit butterweichen Knien wieder am rettenden „Ufer“ an.
Definitiv das Highlight meiner bisherigen Cacherzeit!!!!

Dann war auch der geduldig wartende Andreas an der Reihe, mit dem zusätzlichen Thrillfaktor, dass es langsam dämmerte, wobei Stefan ja meinte, dann würde man wnigstens den Abgrund nicht sehen, da sei es doch viel leichter!Andreas auf dem Weg zum Cache
Andreas als klettererfahrener Cacher war deutlich schneller unterwegs als ich und abslovierte die Strecke in der Hälfte der Zeit. Kaum hatte ich die Kamera und den Photoapparat gerichtet, war er auch schon losgelaufen!

Glücklich zurück gab es ersteinmal ein Becherchen Sekt auf diesen gelungenen Coup und danach noch auf einen Nachtcache in der Nähe.
Aber dazu später mehr.
Filmchen kommt noch, ist hier!! muss heute abend erstmal schneiden und vertonen.
Ein riesengroßes Dankeschön für diesen Cache und die Möglichkeit, ihn so sicher absolvieren zu dürfen geht von dieser Stelle an Stefan aka walldwolf!!!

Exponiertes Gehgelände (Allwetter-Klettercache) GC1NBBR

A  cache by walldwolf Hidden: 4/3/2009
Size: Size: Regular (Regular) Difficulty: 2.5 out of 5 Terrain: 4.5 out of 5 (1 is easiest, 5 is hardest)