Na das kann ja heiter werden, dachte ich mir, als sich auf der Strecke von Mühldorf (Oberbayern) nach Bad Birnbach das Handynetz davonmachte und mich mit der Meldung: „kein Netz, nur Notruf“ allein auf niederbayerischer Flur liess.
Zwar habe ich im Dorf nun wieder Empfang, aber statt einem beruhigenden 3G steht da nur ein „E“. Was immer das auch bedeuten mag, zum Twittern und Mails empfangen jedenfalls scheint es zu reichen. Aber ob ich damit morgen in der Pampa, auf’m Feld die Cachebeschreibungen werde herunterladen können?

Ach wie gut dass ich sämtliche geplanten Caches noch einmal sicherheitshalber in mein kleines Notizbuch geschrieben habe!
Und dabei fing die Urlaubsfahrt ja sooo gut an.

In München hatte ich 30 Minuten Aufenthalt und so gedachte ich einen kleinen Cache namens „Fern- oder Heimweh?“ GC17XEQ am Bahnhofsgelände zu heben. Vorsichtig die Location anvisiert, klasse, der Reisebus kann als Tarnung herhalten, als plötzlich aus dem Nichts Massen von Touristenmuggles just in diesen Bus einsteigen wollten. Also nochmal den taktischen Rückzug angetreten und nach kurzer Zeit zum zweiten Anlauf angetreten. Bus war weg, an der Gebäudemauer lehnte nur noch lässig ein junger Mann, der nur kurz irritiert aufblickte, als ich mich neben ihn an die Wand lehnte und fragte:“Wenn Sie dann fertig sind, darf ich dann auch mal?“ Mir war nämlich die kurze Drehbewegung seiner Hände aufgefallen und auch das leise Blopp der sich öffnenden Filmdose verriet ihn mir als Cacherkollegen.
Nicht dass hier der Gedanke aufkommt, ich würde in fremden Städten wildfremde junge Männer im Bahnhofsviertel ansprechen!