komm lass uns auf dem Rheine schippern, komm lass zum Cache-Event uns gehn!
Weinseelig liegen sich die Cacher nach einer durchzechten Rheinfahrt in den Armen und wanken mit beschwippsten Schritten in den warmen Sommerabend hinaus! Der Wind fährt leise raschelnd durch die dichtbelaubten Kastanienbäume, die sich mit den Platanen abwechselnd zu einem dichten Blätterdach zusammengeschlossen haben.

Und so manches Cacherpärchen verschwindet in den weinlaubumrankten Lauben…..

Eisbrecher

Stopp! Halt, falscher Film! Alles zurück auf Anfang!

Glühweinseelig tummeln sich die Cacher am 6. Februar auf dem Sonnendeck der MS Sealife, die sich mit stampfenden Motoren durch die Eisschicht auf dem Altrhein einen Weg bahnt.

Stumm beobachten die Kormorane von ihren Nistbäumen herab das sonderbare Treiben in ihrer sonst so stillen Bucht; der einsame Fischer am verfallenden Steg zieht seufzend seine Angelschnur ein und trollt sich des Weges.
Mißtrauisch beäugt ein Graureiher die Szenerie; rüttelt sein Gefieder und wartet auf die sonst in

Graureiher

dieser Situation erklingenden Ausrufe:  „Da guck emol, en Reiher“ Doch nichts geschieht. Fast unbemerkt bleibt der Vogel zurück; von dem Schiff sind die Geräusche von klingenden Münzen und klappernden Blechschildchen zu hören, hin- und wieder überdeckt von dem herzhaften Lachen über irgendeine lustige Begebenheit.
Grau in grau zieht die Flusslandschaft an dem kleinen Dampfer vorbei, routiniert umschifft der Kapitän die morschen, kaum aus dem Wasser des als Naturschutzgebietes gekennzeichneten Altrheins ragenden Baumstümpfe.

Langsam neigt sich das Nebeltuch wieder auf den Fluß herab und hüllt mit der Abenddämmerung die Reisegruppe in ihr Schweigen ein.

Im Inneren des Schiffes geht es jedoch hoch her; da werden Bekannte lauthals begrüßt, Neuankömmlinge herzlich aufgenommen und neugierig ausgefragt; es werden die neuesten Abenteuer von Baumbesteigungen in schwindelerregenden Höhen ausgetauscht; Höhlenequipment und Taschenlampen werden fachmännisch begutachtet, die gefundenen Schätze stolz präsentiert und großzügig auf die Reise geschickt…..

Ein letzter Schwenk, dann legt die MS Sealife mit einen leichten Knirschen am Landesteg an. Die Cacher strömen an Land, glücklicherweise ist kein Mensch an Bord der Seekrankheit zum Opfer gefallen, dem meistgefürchtesten Übel der Seefahrt und auch kein „Mann über Bord“ hat die Fahrt unterbrochen.

Eine Holzbrücke und deren Unterkonstruktion werden plötzlich zum Objekt der Begierde, der Strassenverkehr bricht kurzzeitig zusammen, für unbeteiligte Wanderer gibt es kein Entkommen, sie werden unfreiwillig Zeuge dieses seltsamen Schauspiels. Da, ein Schiff wird vom Grund der Brücke geborgen und triumphierend scharrt sich die

Brücke wegen Überfüllung gesperrt

Menschenmenge enger zum ein kleines Stück Papier zusammen.
Im Schutze des  majestätischen Doms zu Speyer wird feierlich der Bonuscache gehoben und geloggt.

Doch damit nicht genug, ob der anstrengenden und langwierigen Suche und dementsprechenden Energieverlustes wird der Rote Halbmond – kampflos – eingenommen, doch die Wirtsleute behalten die Nerven und verpflegen die hungrigen Horden auf das Feinste. Braten werden herangerollt, das Bier fliesst in Strömen, Schüsseln mit dampfenden Suppen und Eintöpfen finden ihre Bestimmung und so bleiben die Cacher friedlich auf ihren Plätzen.

Schatzjäger unter sich

Plötzlich Gläserklingen, die Stimme Wittels erhebt sich über den den Raum füllenden Lautteppich und verkündet den Beginn der Tombola! Die Spannung steigt, Nummern werden verglichen und das ein oder andere glückliche Cachergesicht ist unter der Menge zu erblicken, als alle Lose verteilt und die Gruppe sich wieder ihren Gesprächen zuwendet.

Die Nacht ist weit fortgeschritten, als die ersten Cacher Anzeichen von Erschöpfung verspüren, sie aber aus Höflichkeit den Gastgebern gegenüber zu verbergen versuchen und etwas von „Nachtcachen, haben noch was vor…“ murmeln.

Nach und nach lichten sich die Reihen, die letzten Zechen werden beglichen und endlich löscht auch der Wirt des Roten Halbmondes das Licht in der Wirtsstube. Die Kutschen rollen vom Hof und man meint fast die Gedanken hören zu können, die den Insassen im Augenblick des Abschiedes durch den Kopf schwirren:

Danke für dieses gelungene, toll organisierte und fantastische Event!!!