dann bin ich – natürlich undercover – liebend gerne dabei, um zu hören; wie speziell mir als Frau die Technik, wie im konkreten Fall das Geocachen, nahegebracht wird.

Huch was für ein kleiner Kreis hatte sich denn da gestern abend im Institut eingefunden? Sollte es etwa an der restriktiven Einschränkung auf Fauen gelegen haben, dass sich die Hörerzahl auf 8 Personen, von denen doch tatsächlich zwei Männer waren, beschränkte???

Bei der Vorstellungsrunde outete ich mich natürlich nicht, sondern erzählte lediglich von meinem Interesse an einer solch gearteten Veranstaltung quasi in „meinem“ Institut.

Die Referentin cacht seit 2002, das Cachen hat sie nach eigenen Angaben in den USA kennengelernt und seitdem betrieben.
Zuerst erklärte sie die verschiedenen Arten von Caches, wobei die Erklärungen mehr Interesse geweckt hätten, wenn sie sie mit einigen Beispielen „aufgepeppt“ hätte; aber da sie wohl keinen WLAN-Anschluss bekommen hatte – und das als Referentin des Instituts für Informatik – war da nicht viel zu machen.

Danach gab es Erklärungen zu den verschiedenen Größen; erstaunlicherweise gab sie zwei Nanos herum und betitelte diese als Mikros; auch ging sie in keiner Weise auf die größeren Größen und die vielfältigen Tarnungsmöglichkeiten oder Versteckarten ein, was ich an dieser Stelle erwartet hätte.

Um uns Frauen die Funktionsweise der Satellitennavigation zu erklären nahm sie einen Ausschnitt eines SWR-Schulfilmes zu Hilfe; worin sehr anschaulich und einfach die Funktionsweise mit der Ortung von min. 3 Satelliten zur genauen Ortsbestimmung erklärt wurde.

Anschliessend war dann noch über die Einbindung von Geocaching in den Informatik-Unterricht zu hören; warum der Track aber nur in Google-Earth importiert werden kann und nicht mit extra dafür geeigneten GPX-Analyse-Tool oder Routenplaner etc.
Die Anwendung, also die Tracks in Google-Earth hochzuladen, sollte dann in der Lösung des Problems gipfeln, die kürzeste Route zu verschiedenen Punkten durch einen Algorhitmus zu erstellen. Allerdings wurde das nicht weiter vertieft; gerade auf so etwas hatte ich mich jedoch gefreut; wie man an solch ein Problem herangeht.

Danach stand dann schon der Praxistest an! Die verschiedensten GPS-Modelle standen zur Verfügung, vom Garmin nüvi über mein gutes altes gelbes Etrex bis zum Oregon; und auch ein paar Caches; Tradis und Multis waren vorbereitet.

Tja, und wenn nicht in diesem Moment ein Unwetter über den Campus hereingebrochen wäre, dann wäre einer meiner Caches gerudelcacht worden. So aber traf es nach einer etwa halbstündigen Wartezeit – die von den meisten zum Kennenlernen und Ausprobieren der Geräte genutzt wurde – einen Cache der Lessies; ein Tradi, der nach einigem Suchen und von Hand entschlüsseln des Hints dann glücklicherweise gefunden wurde.

Wer suchet der findet!

Um nicht aufzufliegen trug auch ich mich in das Logbuch ein, allerdings natürlich nicht mit meinem Nicknamen…

Da drohte auch schon wieder der zweite Regenguss und durch die längere Wartezeit war es doch schon so spät geworden, dass das sonst wohl übliche gemeinsame Essen ausfiel.

Achja, von Nachtcaches hatte sie ja garnicht gesprochen; den hätten wir dann ja fast machen können, so dunkel war es durch die Regenwolken geworden.

Aus der didaktischen Sicht gesehen: das hätte man spannender machen können, vorallem als Informatiker hätte man sich besser auf die WLAN-Situation vorbereiten können; das machen wir bei unseren Schulungen ja schon. Ein paar Ungenauigkeiten in den Definitionen, das völlige Ignorieren von Opencaching oder Open Street Maps als Kartenalternative zu den teueren Kaufkarten; das Fehlen der Geschichte von Geocachen an sich und ein wenig mehr Gewicht auf die Versteckmöglichkeiten und alles was da so dazu gehört, von Pflichten beim Verstecken gegenüber der Umgebung etc. mögen vielleicht mit dazu beigetragen haben, dass bei dieser Veranstaltung der Virus nicht so um sich griff.

Aber vielleicht ist das ja auch besser so;-))