oder bin ich etwa des Cachens müde?
Mein letzter Blogbeitrag ließ es ja schon anklingen; im Urlaub nur eine Dose gefunden und trotzdem entspannt und glücklich. Das wäre mir vor 2 Jahren noch nicht passiert😉

Aber ich erwische mich immer öfter dabei, dass ich mich entscheiden muss, ob ich Sport mache, Cachen oder doch wieder mal richtig auf Phototour gehen will.
Ok, Cachen und Sport machen; dass das nicht zusammengeht ist mir schon seit einiger Zeit klar. Das in kurzen Abständen immer wieder Anhalten und Stationen suchen killt jede vernünftige Zeitvorgabe für eine bestimmte Strecke. Ausserdem ist es in der kalten Jahreszeit ungünstig immer wieder Pausen einzulegen, in denen einem dann meistens kalt wird. Also kristallisierte sich immer mehr heraus, dass ich entweder Cachen gehe oder Sport mache. Und da im Winter das Tageshelligkeitszeitfenster nur sehr klein ist, stand das Cachen meistens nur an zweiter Stelle! Schon das wäre früher ein Unding gewesen!
Aber es kommt noch schlimmer: Es macht mir nichts mehr aus, am Ende eines Multis das Final nicht zu finden! Wäre ich früher fluchend ausgerastet – ja auch Frauen können in Ausnahmefällen fluchen wie ein Bierkutscher – so freue ich mich heute an der schönen Wanderung, die ich gemacht habe; an der netten Cachergesellschaft und an dem Track, den ich meinem geheimen digitalen Wander- und Sportstreckentagebuch hinzufügen kann.
Dann werden die Daten aufgeschrieben und irgendwann, wenn ich wieder in der Gegend bin und Lust habe, wird der Cache fertiggemacht.
Genauso verhält es sich mit der FTF-Jagd. Ich muss nicht mehr jeder neuen Dose hinterher jagen. Die liegt auch noch morgen und übermorgen und nächste Woche ist auch noch Zeit. Nur wenn wirklich in 2 km Umkreis eine Dose aufpoppt und ich schon zuhause bin, dann piekst es mich noch ein wenig. Aber trotzdem folge ich nicht immer dem Ruf des FTF’s😉

Vielleicht liegt es auch daran, dass der nächste statistische Meilenstein noch weit entfernt ist?
Einen weit höheren Stellenwert nehmen inzwischen die Events ein; das Treffen der anderen Cacher, das Bekanntmachen mit Neucachern – ich finde die Bezeichnung Newbie inzwischen irgendwie so negativ besetzt, dass ich sie eigentlich nicht mehr anwenden möchte – und das dann meistens danach stattfindende Nachtcachen. Oder aber der Austausch mit anderen Technikfreaks über die Möglichkeiten der Verquickung zwischen virtuellen Welten und dem realen Cachen…..;-)

Und ich gebe es zu: Auch meine Forentätigkeit, sei es Lesen oder Schreiben, nimmt immer mehr ab. Einerseits bin ich es wahrscheinlich leid, immer und immer wieder die gleichen Themen lesen zu müssen; sei es das Klagen über unfähige Newbies, lieblos hingeworfene Dosen oder Kurzlogs. Das hat man jetzt schon so oft gelesen, dass es einen anödet.
Auch die ewigen Diskussionen über die Entscheidungen der Reviewer, den eine Cache durchzulassen und einen anderen nicht… muss man das immer in aller Öffentlichkeit breittreten? Jeder, der Caches auslegt hat wahrscheinlich schon einmal solch eine Diskussion mit „seinem“ Reviewer geführt; wenn diese Diskussionen alle öffentlich gemacht würden……

Natürlich regt mich mancher lieblose Kurzlog auf, besonders wenn er dann per Copy und Paste in meinen ganzen Stadtcaches wiederholt wird, aber so what? So isses halt und gut is. Mir ist meine Zeit zu schade, um mich darüber weiter aufzuregen, Mails an den Verursacher zu schicken etcetera pp. Ändern kann ich daran sowieso nichts, es wird immer wieder geschehen. Nur meine Einstellung dazu kann ich ändern; und das habe ich nach 5 Jahren aktivem Geocachens anscheinend stillschweigend getan.

„Cachen und Cachen lassen“

unter diesem Motto werde ich die nächsten 5 Jahre beginnen, mal sehen wie sich die Zukunft entwickelt; das Weiterentwickeln von Wherigo steht ja inzwischen nicht mehr nur auf der Wunschliste, sondern wurde in die To-Do-Liste von groundspeak übernommen; spannend bleibt auch die Frage, ob die Konkurrenz in die Puschen kommt, was die Entwicklung auf dem Smartphonesektor mit sich bringt und und und.

In diesem Sinne

Euer struwwelchen

Bei der Gelegenheit: der nächste Heidelberger Stammtisch „Der Berg ruft…“ findet am 18. Februar in Gaiberg statt, incl. Speedcaching. Nähere Infos gibt es hier.

PS: Gerade lese ich einen Blogbeitrag von Gecko_1, der auch irgendwie gerade die Gelassenheit beschreibt.