Mai 2011


ja, auch wenn es in letzter Zeit immer mehr zum Ruheständler geworden ist, mein gutes altes gelbes Etrex erfreut sich immer noch bester Gesundheit, wenn man mal von ein paar Alterserscheinungen wie lockeren (Gummi-)Bändern und Pixelfehlern auf dem Display absieht 😉
Und doch habe ich dieses jahr mehr mit dem Smartphone gecachet als mit dem Etrex; war mir doch die Ausdruckerei der Listings und das ewige Kopieren der Waypoints – wehe wenn der GC-Name 7stellig war – auf die Dauer zu umständlich.

Doch eigentlich ist mir mein Smartphone für eine richtige Querfeldein-Tour zu schade; aber ein neues GPS wiederum zu teuer.
Doch jetzt gibt es die Etrex-Serie von Garmin wieder. Und ein kleines gelbes gibt es auch.  Genau was ich brauche. Pfeil und Entfernungsangabe, das ist doch das richtige Cachen. Den Weg selbst suchen müssen, auch wenn’s dadurch mal ein paar Meter mehr werden….

 

Und trotzdem hat es alles, was es zum papierlosen Cachen braucht, sagt Garmin.

Mit 119,- €uro auch durchaus mal im Monatsbudget drin; trotz Urlaub und Cachemobil…

Und bis Ende August ist ja auch noch eine Weile hin…..
eigentlich viel zu lange…..
wieso gibt es das nicht jetzt schon?
Ob die Testgeräte ausgeben?
Auch an Basic-Geocacher wie mich?

Ach, ich freue mich auf jeden Fall!!!!

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Juhu, manchmal liebe ich meinen Bürojob!

Vorallem dann, wenn der jährliche Kongreß mal wieder in einer meiner Lieblingsstädte stattfindet. Und dieses Jahr ist es endlich soweit; zum 100. Geburtstag des Bibliothekskongresses findet er doch tatsächlich in Berlin statt. Und dann noch in einer Ecke, in der ich noch nie war: Neukölln, im Kongreßzentrum Estrel. Und nicht nur, dass das Kongreßzentrum tatsächlich auch Startpunkt für einen Multi ist, nein, es gibt sogar einen ernsthaften Vortrag: „Geocaching in Bibliotheken“ Also da konnte ich doch nicht nein sagen, oder?

Also erstmal checken, was da noch alles in der Gegend liegt. Und ob einer meiner Podcaster-Kollegen zu einem kleinem Plausch bereit ist? Und wer ist eigentlich derjenige, der den Vortrag über das Geocachen in Bibliotheken hält. Mmmhhh, kein Berliner, kommt aus Marburg, hah, witzigen Account „ei,ti“

Na, werde erstmal die Funde von letzten Sonntag loggen und dann mal die neue Pocket Query ziehen.

einen Wherigo in Bruchsal beenden!
Aber wenn man schon mal in der Gegend ist…..

dann kann man auch mal alle in Deutschland ohne Event verfügbaren Cache-Typen einsacken!!!!!

Zurück zum Anfang:
Vor zwei Wochen hatte ich mit Gagara den Wherigo „Spionage in Bruchsal“ von Adonis begonnen; durch die Länge des Caches bedingt stiegen jedoch langsam aber sicher die Geräte wegen Energiemangels aus dem Geschehen aus. Also mussten wir – wahrscheinlich kurz vor dem Ziel – den Wherigo unbeendet abspeichern. Kreuz und quer waren wir dem Dieb der hochbrisanten Informationen durch Bruchsal hinterher gehechelt, treppauf treppab gehetzt, nur um ihn gerade mal wieder um die Ecke verschwinden zu sehen.
Selbst den Biergarten ließen wir links liegen; es half einfach nix, der Kerl war zu fix für uns!

Deshalb war natürlich das Angebot von tkrholic um so verlockender, am Sonntag mit zu einer Cachetour nach Karlsruhe zu kommen. Liegt doch Bruchsal quasi auf dem Weg und ein Wherigo klang auch für tkrholic verlockend.

Gesagt getan, morgens um 9:00 Uhr ging es los. Das Wetter war sonnig, die Temperaturen schon südlich warm und die Autobahn leer. In Rekordzeit erreichten wir Bruchsal, parkten direkt neben der JVA – naja, man muss strategisch denken: Wer will schon so einen eingefangenen Spion lange durch die Gegend transportieren?

Ruhig und verträumt lag das Schloß und der Park vor uns. Tkrholic startete parallel den zweiten Wherigo des Tages: „Schloßpark Bruchsal reloaded“ und so liefen wir immer im Wechsel die verschiedenen Stationen ab; gut wenn man 2 Wherigo-fähige Geräte hat!

Und tatsächlich, wir hatten den Spion doch vor 2 Wochen fast in die Enge getrieben….. Nun gut, heute ließen wir ihn nicht mehr entwischen und wurden am Final sogar noch mit einem der neuen Cito-TB’s von Groundspeak und einer Coin im Inventory des Wherigos belohnt.

Nach diesem Traumstart flitzten wir weiter gen Süden, entdeckten dabei noch einen Storch in perfekter Tarnung und nach kurzer Zeit erreichten wir Karlsruhe, wo wir tkrholics Phoenix ein schattiges Plätzchen im Parkhaus direkt am Marktplatz gönnten. Und schon auf der Hinfahrt sahen wir den nächsten Cache auf unserer Liste: den Webcam-Cache von Karlsruhe.
Wohl dem, der ein internetfähiges Smartphone hat, das Screenshots machen kann; denn während tkrholic noch per Fernfunksteuerung ihre Mutter durch die Windows-Prozedur eines Bildschirmfotos lotste, konnte ich mich gemütlich den Schönheiten des Marktplatzes  filmisch hingeben. Und da es gerade High Noon war, gab auch das Rathaus mit „Freude schöner Götterfunken“ das seine dazu.

Und wenn dann schon ein Tradi genau nebenan liegt, dann wird der eben auch noch mitgeloggt.

Danach mussten wir uns erst einmal stärken; Adiposette war beim Anblick der  Kuchentheke nicht mehr zu halten und nun weiß auch das Cafépersonal über ihre Existenz und Bedürfnisse Bescheid;-))
Muß aber zu ihrer Ehrenrettung sagen, dass sie sich erstens sehr zurückgehalten hat und zweitens tapfer den ganzen Tag sich hat mitschleppen lassen…

Nun ging es aber auf den Spuren den Klassizismus quer durch die Karlsruher Altstadt! Und wer hätte das gedacht, die Laternen hat der Meister Schinkel erbaut; die Karlsruher können auf so manches bauliche Kleinod von Weinbrenner und Joseph Durm (bei manchem Heidelberger möge jetzt was klingeln) stolz sein.
Auf der unterhaltsamen Runde trafen wir noch eine andere Cachergruppe, die wir über das „Bummsinchen“ aufklären konnten und auf dem Weg zum Final haben wir noch nebenbei ein paar weitere Tradies (1, 2, 3) eingesammelt.
Im Schloßpark, der grünen Lunge der Stadt wimmelte es nur so von Cachern, Muggeln, Kindern, Hunden, Eisenbahnen und Dosen. Achja, ein paar freilaufende Bücher haben wir auch noch gesehen; während nämlich tkrholic schon wieder auf der Suche nach „Karlsruhes first Nano“ war, entdeckte ich erstmal das Bookcrossing -Buch am Eingangstor.
Perfekte Ablenkung für die Muggelfamilie, der ich dann Bookcrossing erklärte, worauf die Tochter zum in der Nähe liegenden Brunnen zurücklief, wo wohl auch ein freilaufendes Buch sich gerade ausruhte;-)
Währenddessen konnte dann tkrholic in Ruhe die Rosetten und Schnörkel des Tores absuchen.

Im Park selbst ercacheten wir dann ncoh einen Virtual-Cache „Das Baumhaus“ und bei einer Bank im schattigen Wald fiel uns bei der Tagesbilanz auf, dass jetzt eigentlich nur noch ein Mystery, ein Earthcache und eine Letterbox fehlen würde, um die Liste der möglichen Cachetypen ohne Event zu vervollständigen!

Ein Mystery in Karlsruhe? Das sollte doch wohl möglich sein, schaut man sich mal den Plan an.
Und wie schön, auch im Schloßpark hat man wunderbaren Telefonempfang! Nach einigen vergeblichen Ansätzen in der chemischen Ecke – schon doof, wenn sich unsere Hauschemiker auf den Weg nach Dänemark befinden – und einem vergeblichen Versuch bei der Lottofee entschieden wir uns für einen Nerd-Mystery mit freiem WLAN und Hackercontent. Puuuh, ohne tkrholics hartnäckigem „Ich bin Informatiker- ich krieg das raus“ hätte ich aufgegeben und wäre unverrichteter Dinge wieder abgezogen; aber so bevölkerten wir eine Weile den Gehweg vor dem besagten Café mit freiem WLAN und erhielten nach einer gefühlten Ewigkeit auch die erlösende Antwortmail, die uns zu den Finalkoordinaten lotste.
Inzwischen hatte sich der Himmel mit dunklen Wolken behängt und so manche heftige Böe ließ das nahende Gewitter erahnen. Also schnell ins Auto zurück und ab nach Hause! Nach Hause??? Wollten wir nicht noch den Earthcache da im Nachbarort???
Nach einigen Irrungen und Verirrungen war es tkrholic zu dumm und sie holte ihr Navi raus; ruckzuck fand das den Weg aus Weingartens Sackgassen-Labyrinth und wir entdeckten ein Flächennaturschutzdenkmal in Form eines alten aufgelassenen Steinbruchs mit Millionenalten Gesteinsschichten. Trotz untergehender Sonne summte und brummte es in der wilden Wiese, dass einem der Unterschied zum in der Stadt verbrachten Tag umso deutlicher vorkam.

Doch die Zeit schritt unerbittlich voran, schon näherten wir uns der 12-Stunden-Marke!

Also schnell die erforderlichen Informationen ermittelt; „Aufstellen zum Caching-Foto“ und weiter ging’s.
Die einzige Letterbox hier in der Nähe und glücklicherweise auf dem Weg gen Heimat wurde direkt angesteuert. Direkt? Nein, lag da doch ein TB-Motel auf dem Weg, was uns zu einer kleinen „Ich fahr mal komplett durch den Kreisel-Runde“ animierte, bis wir eine Parkbucht fanden und dann ging es einmal quer durch den Wald.
Die Rhein- und Hardtwald-Moskitos konnten fette Beute machen! Sauviecher! Durch die Hose gestochen! An jedem Bein mindestens 5 Mal! Ab jetzt nur noch mit Autan in den Wald. Das habt ihr jetzt davon: Chemie pur!

Ok, die Sonne verschwand langsam als glutroter Ball hinter den Pfälzer Bergen, als wir den kurzen knackigen Anstieg zum letzten Cache des Tages „Donnerkutschental

Doch was war das? Massaker unter den rotbäuchigen Rebläusen??? Blutrot schwappte es im Cachebehälter; aber „zum Glück“ war es nur die rote Stempelfarbe, da der Cache von seiner Halterung heruntergefallen war und dadurch wohl mit Regenwasser in Berührung gekommen war.
Doch uns hielt das nicht ab, unsere persönlichen Daumenstempel zu hinterlassen um dann müde aber glücklich endlich den Weg gen Heidelberg anzutreten.

social network!

vorbei die Zeiten, als man als Cacher noch einsam über den Rätseln brütete, nur um keinem anderen Konkurrenten wertvolle Tipps und damit die Chance einen FTF’s zu geben. Vorbei die Zeiten, als Geheimhaltung alles und Gemeinschaft noch nichts war!

Wenn heute ein neuer Mystery in der Homezone aufpoppt, dann glühen die Drähte und Glasfasern; wer spricht denn hier noch von Telefon:-))

In Sekundenschnelle sitzen die verschiedenen Experten am Chatrohr und die Theorien schwirren nur so durch die Luft.
So bündeln sich die Kräfte der Cacher virtuell; bei  des Rätsels Lösung wird via Netzwerk ein gemeinsamer Hebetermin vereinbart und so nebenbei ein kleines Minievent gestaltet.

Cachendes Netzwerk oder netzwerkelnde Cacher:

Die Facebookgruppe „Heidelberger Geocacher“ ist eine gschlossene Gruppe; das bedeutet, dass zwar die Mitglieder öffentlich sind, die Nachrichten jedoch nur für Gruppenmitglieder sichtbar. Also keine Gefahr durch/für Facebook-Muggles! Wer beitreten möchte, melde sich bei einem der Heidelberger Cacher vial Mail und er wird der Gruppe hinzugefügt.

Bei „wer kennt wen“ gibt es jetzt keine spezielle Gruppe für Heidelberg, aber eine „Geocacher Rhein-Neckar-Kreis“; allerdings liegt der Mitglieder-Schwerpunkt ausserhalb von Heidelberg! Habe sie mal durchgeschaut.

Wer noch mehr Cachergruppen in anderen Netzwerken kennt bitte einfach in den Kommentaren melden, werde sie dann einfügen.

Nachdem tkrholic schon letzten Herbst mit der Idee schwanger gegangen war, hat kadhira Nägel mit Köpfen beziehungsweise Coctails mit Alkohol angemixt und zum ersten „Cachen und Kochen“-Mini-Event geladen.

Und was böte sich besser als unterhaltendes Rahmenprogramm als Lessies „zarteste Versuchung“ oder Romerros „Microtypo“?
Ja, Ihr ahnt es schon, uns rauchten die Köpfe nicht nur von den einheizenden Drinks, die da gereicht wurden, nein auch so manches Rätsel liess uns bis spät in die Nacht nicht mehr los und erhöhte den Coctailkonsum erheblich. Zum Glück mixten nicht alle die Zutaten nur nach Farbe, sonder hatten auch das ein oder andere Autofahrerfreundlichen Rezept dabei:

Alternativer Cardriver (von Sabine und Flo)

2 cl Zitronensaft

2 cl Blutorangensirup

2 cl Maracujasirup

6 cl Ananassaft

10 cl Orangensaft

8 Eiswürfel

15 Sekunden shaken

Da khadira erst frisch eingezogen war, fehlten noch Sitzgelegenheiten und Tisch, aber wer braucht schon sowas; Hauptsache ein funktionierendes WLAN und dann sassen wir – gesättigt vom Schokoladen-Mousse-Contest und teilabgefüllt vom ersten grasgrünen Coctail gemütlich am Boden, die Laptops auf den Knien und haben gerätselt.
Ich erinnere mich noch so dunkel an Zeiten, wo man bei solchen Parties geredet, gelacht und sonstwas hat; heute schickt man sich Links, diskutiert über Verschlüsselungen und beschimpft sein Laptop, wenn es aufgrund der Fülle von kryptischen Eingaben in die Knie geht.
Achja, und wehe der Hausherr hat nich genug Steckdosen in Reichweite; dann werden die abenteuerlichsten Kabelverbindungen zusammengesteckt.

Am Ende der Nacht waren dann einige Rätsel geknackt, die meisten Coctails getrunken und nur ganz wenige Cacher nicht mehr fahrtauglich (aber die hatten sowieso ihren Chauffeur dabei).

Alles in allem eine rundum gelungene Sache!!!
So, und wann fangen wir wirklich mal an zu kochen? 😉