September 2011


so oder ähnlich könnte der Titel einer Abschlußarbeit inzwischen durchaus lauten, wenn man sich tiefer damit beschäftigen würde;-)

Aber da ich keine Abschlußarbeit mehr schreiben muss, habe ich nur so mal und um bei den Datenbanken in der Übung zu bleiben, meine Recherche vom 20. September 2011 etwas weiter getrieben.

Datenbank: LexisNexis
Datenquelle: Presse – Alle Sprachen
Duplikatsanalyse: ähnlich (erkennt mehr Duplikate wie bei Veranstaltungsankündigungen etc.)

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Gesamt 8 108 116 214 242 396 477 645 904 1095 1624 1734
Englisch 8 106 113 200 197 350 422 568 613 750 1035 959
Französ. 0 0 1 3 8 1 4 4 38 18 65 197
Spanisch 0 0 0 0 11 3 2 1 8 5 30 9
Italien. 0 0 0 1 0 0 0 0 4 3 0 2
Deutsch 0 0 0 6 15 8 17 62 173 237 444 502
niederländ. 0 1 2 4 10 33 28 9 66 74 47 58
dänisch 0 1 0 0 1 1 2 1 0 0 0 4
tschech. 0 0 0 0 0 0 2 0 2 7 2 3
portugies. 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 0

Nun, was kann man aus diesem Zahlenwust so alles herleiten:

  • Vor 2000 gab es keine Presseveröffentlichungen über Geocaching!
    Stimmt nicht so ganz, man muss wohl eher sagen, vor 2000 gab es keine Presseveröffentlichungen in den Medien, die von LexisNexis ausgewertet werden.
  • Italiens Presse verweigert sich am ehesten der Geocaching-Berichterstattung, das es im ausgewerteten Zeitraum nur 10 Veröffentlichungen gab.
    Auch hier möchte ich mich nicht dafür verbürgen, vielleicht habe ich mit meiner Suche nur nach dem Wort „Geocaching“ einfach nicht das passende für die italienische Presselandschaft benutzt.
  • Was man aber auf jeden Fall beobachten kann ist die Tatsache, dass neben der englischsprachigen Presse die deutschsprachigen Pressemitteilungen die zweithäufigsten Meldungen sind.
  • Erschien im Jahr 2009 noch durchschnittlich alle eineinhalb Tage eine Mitteilung in der deutschen Presse, so sind es 2011 (bis 27. Sept. ausgewertet) schon durchschnittlich 1,5 Meldungen pro Tag!

Und das ist nur die selektive Auswertung der LexisNexis-Datenbank, die Webpublikationen sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

Wer will, kann die deutschsprachigen Titellisten gerne bei mir anfordern, nur ins Netz stellen darf ich sie nicht einfach.

Die Entwicklung dieser Veröffentlichungszahlen habe ich hier nochmal in einem kleinen Diagramm dargestellt:


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Da zappte ich gestern müde, weil gerade von einer 25km langen Wandertour zurück, ein bißchen im TV rum und bleibe beim WDR hängen, weil gerade ein wuscheliger Vierbeiner mit einer Filmdose im Maul schwanzwedelnd zu seinem Frauchen zurückrennt. Und die hat doch ein GPS-Gerät in der Hand und ich höre noch was von Koordinaten eingeben und „Die Dose lag gut im Wind“ etc. pp.
Tatsächlich, am Ende dieses kleinen Beitrags haben Frauchen und Hund einen Geocache gefunden. Genannt wurde das Ganze jedoch Geo-Dogging.
Also mal kurz im Netz recherchiert und tatsächlich, da gibt es ja tatsächlich eine ganze Community, dies das Dosensuchen speziell auf ihre Hunde abgestimmt hat.

War es immer ein Witz bei Events oder auf Cachetouren, wenn einer der Cacher seinen Vierbeiner dabei hatte; ob dieser nicht endlich auf Cachedosen abgerichtet sei; so hat hier tatsächlich eine Hundeschule den nächsten Schritt gewagt und will Geocaching mit Hundetreining verbinden.
Wie funktioniert das?
Der Owner eines – ich nenne es jetzt mal so – „Geo-Dogging-Caches“ legt die erste Station in Form einer mit einem bestimmten Duftstoff versehenen Dose auf; die dann logischerweise die Koordinaten etc. der nächsten Station enthält. Der Besitzer des Hundes lässt den Hund auf diesen Duftstoff konditionieren und dann geht es los: der Hund folgt der Duftspur und Herrchen oder Frauchen müssen hinterher und hoffen, das der Vierbeiner immer noch auf der Suche nach seiner Dose ist und nicht inzwischen mal kurz auf die Hasenspur abgebogen ist.

Ist die Dose gefunden, geht die ganze Sache wie ein normaler Multi weiter.

Hier der Link zum Beitrag im WDR

Hundeschule im Siegerland, die Geodogging anbietet

Hier noch eine andere Hundeschule

Zu guter Letzt noch ein Anbietr aus Kanada 😉

Aber vielleicht ist das ganze ja auch ein uralter Hut, der jetzt gerade mal wieder durchgekaut wird.

Das waren noch goldene Zeiten, als man die Namen der örtlichen Cacherkollegen an einer Hand abzählen konnte und die Suche nach einem neuen Cache noch etwas Aufregendes und Spannendes – weil lang ersehnt und selten – war.
Heutzutage kommen achtzig und mehr Cacher zum Stammtisch (angefangen hatten wir in HD mit gerademal 20! Hach was war ich damals 2009 aufgeregt als Veranstalter, ob überhaupt jemand kommt und ob ich nicht dem Wirt zu viel versprochen hätte …)
Aber die Zeiten ändern sich und langsam aber sicher rückten wir auch in den Focus der Presse. Waren es anfangs nur hin und wieder Meldungen, dass entweder ein verdächtiger Behälter für Unruhe sorgte oder in Not geratene Geocacher aus einer Steilwand etc. gerettet werden mussten; so sind doch inzwischen die Berichte über Geocaching an sich, sei es dass ein Geocacher auf einer Tour begleitet wird, sei es ein Bericht über Geocaching-Vorträge oder Ankündigungen zu „öffentlich veranstalteten“ Geocaching-Touren in der Mehrzahl.
Aus Spaß habe ich einmal in einer großen Wirtschaftsdatenbank, die auch die Presse auswertet nur in der deutschsprachigen Presse und nur für den Zeitraum von 20.9.2010 bis 20.09.2011 nach dem Begriff  „Geocaching“ recherchiert.
Das Ergebnis: 481 Treffer, wobei die Duplikate schon herausgefiltert waren.

Na da brauchen wir uns ja nicht zu wundern, dass unser Hobby immer bekannter wird. In einigen Artikeln ist sogar nicht nur mehr von Trendsportart die Rede, sondern tatsächlich schon von Breitensport!

 

Fortsetzung folgt…

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