Pünktlich zum Eventtag am 2. Juli war es feucht, kalt und windig! Natürlich mal wieder die besten Voraussetzungen, grummelte ich noch morgens, als ich die Sachen für das Event zusammen suchte; Heidelbergflagge, Fahne von Kanada, Picknickgeschirr, Chips und Süsskram; achja, den großen Sonnenschirm aus dem Garten nicht vergessen. „Zur Not könnt Ihr ihn ja als Regenschutz benutzen“ witzelte der beste Muggel aller Zeiten schadenfroh. Haha, mir war nicht gerade zum Lachen zumute.

Aber dann trudelten tatsächlich noch ein paar spontane Anmeldungen ein, was meine Laune schon erheblich besserte und so zog ich wohlgemut eine Stunde vorher los, die kleine versteckte Eventlocation vorzubereiten. Hoffentlich kann ich das -cachemobil in der Nähe abstellen, damit ich nicht zu weit zu tragen hätte – natürlich kam dieser Gedanke direkt von Adiposette, die kleine Fettzelle, die zusamment mit Theo sich natürlich tragen ließ. Dabei hätte sie ja auch einfach den Berg herunterkullern können.

Verführerischer Grillduft durchzog Alt-Rohrbach… da wird doch nicht schon jemand auf „unserer Wiese“ sein? Zum Glück entpuppte es sich als private Gartenparty in der Nachbarschaft und die kleine versteckte Wiese am Ende der Junckergasse lag leer vor mir. 

Nun aber schnell! Fahnen auf den Bänken ausbreiten und festbinden, Sonnenschirm aufstellen, Logbuch aufhängen, Buffet vorbereiten!Kaum war ich fertig, kamen die ersten gäste und so langsam aber sicher füllte sich die kleine Eventlocation. 

Als Zuckerl für alle gab es neben dem legendären Gruppenphoto noch das begehrte Souvenier von Groundspeak und die Erkenntnis, dass das kanadische Örtchen Heidelberg doch sehr überschaubar ist.

Euer struwwelchen

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Sohle raucht!

War es früher noch üblich eine Kur erst am Kurort und auch erst am zweiten Tag mit den Anwendungen zu beginnen, so haben sich die Zeiten doch gewaltig geändert!!

So wurden mit der Zusendung der Kurunterlagen schon die ersten Vorübungen für die GehirnKur mitgeliefert. Die Sinne wurden auf ihre Tauglichkeit geprüft; mein Sehsinn hat wohl schon etwas unter dem Schwarz-weiß-Display meines Etrex gelitten, denn hier versagte ich völlig. Der Tastsinn war noch einigermaßen in Ordnung, nur die Informationsweiterleitung von Fingerkuppe zu Hirn und die Informationsumsetzung dauerte dann schon etwas länger.
Keinerlei Probleme hatte ich mit dem Geschmackssinn – zur Not hätte da ja auch Adiposette aushelfen können; ihr hätte mal ihren entsetzten Ausdruck sehen sollten, als ich etwas von Kur und Teilnahme erzählt habe!
Die Öhrchen funktionierten am besten, das Rätsel verursachte jedoch bei einem Zwangsbadener fast genauso viel Bauchgrimmen wie bei den Bad Herrenalbern…. Naja, da half die Vorübung zur Schärfung des Geruchssinns, zum Glück waren nicht alle olfaktorischen Beispiele in Realita vorhanden.

Nachdem also die Sinne den Eingangstest einigermasen bestanden hatten waren einige Trainingseinheiten für den Hirnmuskel vorgesehen; da sah es bei weitem schon nicht mehr so gut aus!
Ist das eigentlich peinlich, wenn man als Erwachsener die Matheaufgabe eines „Kindercaches ab 11 Jahre“ nicht rauskriegt? Sind das etwa die ersten Anzeichen von Gedächtnisschwund und altersbedingter Dyskalkulie?

Höchste Zeit den Kurort anzufahren und die restlichen Muskeln der unteren Extremitäten zu trainieren!

Erwin mit seinem Weg

Hoehendiagramm Mauzenberg

Das taten wir dann auch reichlich auf der Mauzenbergrunde, welche sich über einige Höhen- und Kilometer hinzog.

Zum Glück hatte wir eine fixe Vorhut, so dass der Haupttross sich dann immer schon das Logbuch anreichen lassen konnte; ein bisschen Luxus muss auf so einer anstrengenden Kurrunde ja doch auch erlaubt sein! Dafür hat die Vorhut aber auch einen eigenen Weg erhalten, wenn das mal nix ist!
Auch die Lungenfunktion und die Schwindelfreiheit wurde beim Aufstieg auf den Bernstein für ausreichend befunden und mit einem wunderschönen Panoramablick belohnt.

Panoramablick vom Bernstein

Belohnt wurde das Herz mit einem Blick auf die Statistik, schnellte diese doch auf einen Schlag um über 20 Funde in die Höhe.

Na und die tapfer den ganzen Weg am Rucksack hängende Adiposette durfte sich dann am Abend in gemütlicher Runde an einem typisch schwäbischen!!!!!! Gericht laben.

Adiposette ihrs

Fazit der Kuranwendungen: Gesundung geglückt, alle Sinne geschärft, Muskeln gestärkt, jetzt kann es wieder munter in den Cacheralltag gehen.

www.geokur.de

nach der GeoKur in Bad Herrenalb um einige Erlebnisse, Coins und Statistikpunkte reicher!

Tja, und ich habe auf dieser Karte noch nicht mal alle Caches geloggt, es kommen noch die Mysteries dazu!!


Aber von Anfang an!

Nachdem ich ja nun in Rekordzeit die Genehmigung meines Kurantrages in Händen hielt, hielt mich im wahrsten Sinnen des Wortes am Samstag nichts mehr und ich tuckerte mit meinem blauen Cachemobil zu früher Stunde nach Bad Herrenalb, um auch ja pünktlich um 9:00 zum Einchecken vor Ort zu sein!

Auf dem Weg dorthin kam ich durch das wunderbare Albtal auch an der Ruine Kloster Frauenalb vorbei; wollte mich aber nicht vom Wege abbringen lassen.
Und siehe da, auf dem Parkplatz tummelten sich schon verdächtige Gestalten, ein paar Auto-TB’s zeugten von der Leidenschaft ihrer Fahrer und im Kurpark enstand gerade eine Kinderspiellandschaft. Die Höhenrettung war vor Ort und vor dem Eingang des sonst so beschaulichen Kurzentrums trubelte es schon gewaltig.

„GeoKur, mit allen Sinnen cachen“ versprach das Transparent, das quer über das Tor gespannt war und so trat ich kurbedürftiger Cacher ein.

Ein Empfang, wie ich es sonst nur von teuren Konferenzen kenne, und dann so eine schöne Wundertüte mit diversen Gutscheinen, Kuli – ich hatte natürlich meinen mal wieder im Auto gelassen – und Kurti, der witzigen Eventcoin!
Zur Einreichung bei der Cacherkasse meines Vertrauens das Rezept über meinen Kuraufenthalt, eine Zusammenstellung der zu besuchenden Caches und vieles mehr.
Noch schnell eine Unterschrift um das Dasein zu dokumentieren – nach den neuen Regeln von Groundspeak wird das MEGA ja erst danach zuerkann, wenn mindestens 500 Cacher als anwesend dokumentiert sind.

Dann aber schnell zum grössten Logbuch, das ich je gesehen habe. Noch war viel Platz, doch es sollte sich bis zum Abend noch füllen.
Inzwischen trudelten immer mehr Cacher ein, tkrholik, Zaunkönig, Felix Findnix, zwemmer und und und, es war fast wie auf dem letzten Heidelberger Stammtisch.
Doch bevor es losging musste ich mich noch in schweißtreibender Schreibarbeit in einem Logbuch verewigen, das mir manch einen gedachten Fluch entlockte ob meines langen Nicknamens.

Nun aber los! Ach vielleicht doch noch schnell eine Runde durch die Shoppingzone drehen und schon mal abchecken, was es alles so gibt. Leider, oder sollte ich im Nachhinein sagen glücklicherweise?, hatte ich es in Heidelberg verpasst, die Börse zu füllen, so blieb es erstmal nur beim Anschauen. Diebische Freude bereitete es mir aber doch, tkrholik  in anbetender Haltung vor einer Handteller großen Coin verharren zu lassen, nachdem ich sie zum Anbieter gelotst hatte.

Dann plötzlich ging es ruckzuck los. Schnell den Kaffeebecher mitgenommen und schon ging es hinauf zum Start der Mauzenbergrunde. Noch schnell einen PKW-TB discovered und gerade als wir uns dem ersten Cache näherten, fuhr ein Auto neben uns an den Strassenrand, ein älterer Herr mit Fotoapparat stieg hastig aus und mit den Worten: „Sind sie so eine Cachergruppe?“ brachte er uns zum Stillstand.

Witzigerweise hatten wir schon einen Fotoreporter bei uns, der sich wohl einigen schon am Kurhaus angeschlossen hatte und die ganzen 5 Stunden tapfer mit uns kreuz und querfeldein mitstapfte.

Na, nach ein paar Fotos mit GPS im Anschlag hüpfte der hastige Reporter der ortsansässigen Zeitung wieder in sein Auto und entliess uns in den Wald.
Da blieben wir dann etwa für fünf Stunden.

Fortsetzung folgt…

Struwwelpod No. 26

Interview mit Team Emmie an Bord der MS Sealife

genannte Caches:

High Intelligent Level 1 (Multi)

DbD 1: Kalle Blomquist und der Großmummerich (Mystery)

DbD 2: Miss Marple und der tote Kritiker (Mystery)

DbD 3: Hercule Poirot und der Royal Scotsman (Mystery)

Ganz schnell noch einkaufen (Wherigo)

komm lass uns auf dem Rheine schippern, komm lass zum Cache-Event uns gehn!
Weinseelig liegen sich die Cacher nach einer durchzechten Rheinfahrt in den Armen und wanken mit beschwippsten Schritten in den warmen Sommerabend hinaus! Der Wind fährt leise raschelnd durch die dichtbelaubten Kastanienbäume, die sich mit den Platanen abwechselnd zu einem dichten Blätterdach zusammengeschlossen haben.

Und so manches Cacherpärchen verschwindet in den weinlaubumrankten Lauben…..

Eisbrecher

Stopp! Halt, falscher Film! Alles zurück auf Anfang!

Glühweinseelig tummeln sich die Cacher am 6. Februar auf dem Sonnendeck der MS Sealife, die sich mit stampfenden Motoren durch die Eisschicht auf dem Altrhein einen Weg bahnt.

Stumm beobachten die Kormorane von ihren Nistbäumen herab das sonderbare Treiben in ihrer sonst so stillen Bucht; der einsame Fischer am verfallenden Steg zieht seufzend seine Angelschnur ein und trollt sich des Weges.
Mißtrauisch beäugt ein Graureiher die Szenerie; rüttelt sein Gefieder und wartet auf die sonst in

Graureiher

dieser Situation erklingenden Ausrufe:  „Da guck emol, en Reiher“ Doch nichts geschieht. Fast unbemerkt bleibt der Vogel zurück; von dem Schiff sind die Geräusche von klingenden Münzen und klappernden Blechschildchen zu hören, hin- und wieder überdeckt von dem herzhaften Lachen über irgendeine lustige Begebenheit.
Grau in grau zieht die Flusslandschaft an dem kleinen Dampfer vorbei, routiniert umschifft der Kapitän die morschen, kaum aus dem Wasser des als Naturschutzgebietes gekennzeichneten Altrheins ragenden Baumstümpfe.

Langsam neigt sich das Nebeltuch wieder auf den Fluß herab und hüllt mit der Abenddämmerung die Reisegruppe in ihr Schweigen ein.

Im Inneren des Schiffes geht es jedoch hoch her; da werden Bekannte lauthals begrüßt, Neuankömmlinge herzlich aufgenommen und neugierig ausgefragt; es werden die neuesten Abenteuer von Baumbesteigungen in schwindelerregenden Höhen ausgetauscht; Höhlenequipment und Taschenlampen werden fachmännisch begutachtet, die gefundenen Schätze stolz präsentiert und großzügig auf die Reise geschickt…..

Ein letzter Schwenk, dann legt die MS Sealife mit einen leichten Knirschen am Landesteg an. Die Cacher strömen an Land, glücklicherweise ist kein Mensch an Bord der Seekrankheit zum Opfer gefallen, dem meistgefürchtesten Übel der Seefahrt und auch kein „Mann über Bord“ hat die Fahrt unterbrochen.

Eine Holzbrücke und deren Unterkonstruktion werden plötzlich zum Objekt der Begierde, der Strassenverkehr bricht kurzzeitig zusammen, für unbeteiligte Wanderer gibt es kein Entkommen, sie werden unfreiwillig Zeuge dieses seltsamen Schauspiels. Da, ein Schiff wird vom Grund der Brücke geborgen und triumphierend scharrt sich die

Brücke wegen Überfüllung gesperrt

Menschenmenge enger zum ein kleines Stück Papier zusammen.
Im Schutze des  majestätischen Doms zu Speyer wird feierlich der Bonuscache gehoben und geloggt.

Doch damit nicht genug, ob der anstrengenden und langwierigen Suche und dementsprechenden Energieverlustes wird der Rote Halbmond – kampflos – eingenommen, doch die Wirtsleute behalten die Nerven und verpflegen die hungrigen Horden auf das Feinste. Braten werden herangerollt, das Bier fliesst in Strömen, Schüsseln mit dampfenden Suppen und Eintöpfen finden ihre Bestimmung und so bleiben die Cacher friedlich auf ihren Plätzen.

Schatzjäger unter sich

Plötzlich Gläserklingen, die Stimme Wittels erhebt sich über den den Raum füllenden Lautteppich und verkündet den Beginn der Tombola! Die Spannung steigt, Nummern werden verglichen und das ein oder andere glückliche Cachergesicht ist unter der Menge zu erblicken, als alle Lose verteilt und die Gruppe sich wieder ihren Gesprächen zuwendet.

Die Nacht ist weit fortgeschritten, als die ersten Cacher Anzeichen von Erschöpfung verspüren, sie aber aus Höflichkeit den Gastgebern gegenüber zu verbergen versuchen und etwas von „Nachtcachen, haben noch was vor…“ murmeln.

Nach und nach lichten sich die Reihen, die letzten Zechen werden beglichen und endlich löscht auch der Wirt des Roten Halbmondes das Licht in der Wirtsstube. Die Kutschen rollen vom Hof und man meint fast die Gedanken hören zu können, die den Insassen im Augenblick des Abschiedes durch den Kopf schwirren:

Danke für dieses gelungene, toll organisierte und fantastische Event!!!

keiner geht hin!
Ja, doch, solche Gedanken schiessen einem struwwelchen, das seinen ersten Event überhaupt organisiert genauso durch den Kopf wie: Und wenn die Cacher nichts auf der Karte finden? Oder die Caches in der Gegend alle schon gemacht haben und sich langweilen?
Als erstes fing die ganze Sache ja mal mit der schwierigen Suche nach einer geeigneten Location an. Das erste Restaurant war nicht darauf eingerichtet, dass ich nicht gleich die genaue Teilnehmerzahl nennen konnte und dass es neben der Aussenunterbringung vielleicht auch noch im Innern – falls es regnen sollte – ein Plätzchen für uns geben sollte
Das zweite Restaurant schliesst seine Pforten für immer und zwar genau eine Woche vor dem gewünschten Termin!
Aber zum Glück sind ja aller guten Dinge drei und so konnte ich dann doh noch einen Biergarten mit Innenbereich, Spielplatz und Bushaltestelle in der Nähe ausmachen und reservieren.
Dann die bange frage, wie wird das Wetter in knapp 2 Wochen wohl sein? Soll man mehr auf aussen setzen oder doch lieber gleich ein Innenraumevent veranstalten?

Und wie organisiere ich das mit den Namensschildchen? Oder braucht man sowas nicht und es reicht ein Aufkleber?
Wie erreiche ich die Neu-Cacher hier in der Gegend?
Und überhaupt, sitzen wir nur zusammen oder soll noch irgendwie ein bestimmtes Thema – wie lege ich Caches aus, was bedeutet… – auf die „Tagesordnung“?

Fragen über Fragen, die mir so langsam schlaflose Nächte bescheren; wer also von den alten Hasen ein parr beruhigende Worte für mich hat…

Ach ja, und eigentlich sollte doch wohl dann auch noch ein neuer Cache gelegt werden…..
Und wie organisiert sich so eine Coin-Discover-Liste?

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Fragen werden es; ich glaube, ich hör jetzt auf  darüber nachzudenken und warte mal auf die Flut der Anmeldungen!

Achja, wer auch kommen möchte:

Der Berg ruft! 1. Heidelberger Geocaching Stammtisch

Wie versprochen kommt hier der Film zum Dönerstag in Heidelberg.

War eine der seltenen Veranstaltungen in Heidelberg, aber der Grundstein zu einem regelmässigen Stammtisch in Heidelberg wurde gelegt.