so könnte es letztenFreitag gelautet haben; das struwwelcheninterne Cachermotto!
Denn einerseits wurde zum Eisevent in Rohrbach geladen und andererseits hatte ich meine Ricoh theta dabei, um sie das erste Mal bei einem Event auszuprobieren. Sozusagen als Probelauf für Friedrichshafen.

Tja, was soll man dazu sgen, Nach einer langen harten Arbeitswoche diesselbige chillig mit einem Eis-Schleck-Test-Event ausklingen lassen; dabei sich gemiensam mit altbekannten und neuen Cachern über die bevorstehenden Megas und ungelöste Rätsel unterhalten und nebenbei mal noch die neue Kamera ausprobieren.
uuii, das gab erstaunte Gesichte, als sich alle im Kreis herum versammelt hatten und sich auf dem Handy in „ihrem“ Foto herumbewegen konnten. Hat allen richtig Spass gemacht und ich habe wieder ein paar Erfahrungspunkte im Umgang dazugewonnen, will ich doch in Friedrichshafen ohne große Fummelei das Event dann auch mit 360°-Panoramabildern dokumentieren.

 

 

 

Advertisements

Pünktlich zum Eventtag am 2. Juli war es feucht, kalt und windig! Natürlich mal wieder die besten Voraussetzungen, grummelte ich noch morgens, als ich die Sachen für das Event zusammen suchte; Heidelbergflagge, Fahne von Kanada, Picknickgeschirr, Chips und Süsskram; achja, den großen Sonnenschirm aus dem Garten nicht vergessen. „Zur Not könnt Ihr ihn ja als Regenschutz benutzen“ witzelte der beste Muggel aller Zeiten schadenfroh. Haha, mir war nicht gerade zum Lachen zumute.

Aber dann trudelten tatsächlich noch ein paar spontane Anmeldungen ein, was meine Laune schon erheblich besserte und so zog ich wohlgemut eine Stunde vorher los, die kleine versteckte Eventlocation vorzubereiten. Hoffentlich kann ich das -cachemobil in der Nähe abstellen, damit ich nicht zu weit zu tragen hätte – natürlich kam dieser Gedanke direkt von Adiposette, die kleine Fettzelle, die zusamment mit Theo sich natürlich tragen ließ. Dabei hätte sie ja auch einfach den Berg herunterkullern können.

Verführerischer Grillduft durchzog Alt-Rohrbach… da wird doch nicht schon jemand auf „unserer Wiese“ sein? Zum Glück entpuppte es sich als private Gartenparty in der Nachbarschaft und die kleine versteckte Wiese am Ende der Junckergasse lag leer vor mir. 

Nun aber schnell! Fahnen auf den Bänken ausbreiten und festbinden, Sonnenschirm aufstellen, Logbuch aufhängen, Buffet vorbereiten!Kaum war ich fertig, kamen die ersten gäste und so langsam aber sicher füllte sich die kleine Eventlocation. 

Als Zuckerl für alle gab es neben dem legendären Gruppenphoto noch das begehrte Souvenier von Groundspeak und die Erkenntnis, dass das kanadische Örtchen Heidelberg doch sehr überschaubar ist.

Euer struwwelchen

Nun ist es geschafft; nachdem ich im März 2006 meinen ersten Cache geloggt hatte, konnte ich am 17.4.2017 den 1000sten Cache loggen. Und er passt soooo gut! So wurde ich mit dem Cachen älter, wenn auch nicht alt – bilde ich mir wenigstens ein. Aber man ist doch mit den Jahren abgeklärter geworden; ich laufe nicht mehr in der Nacht los, wenn in der Nähe eine Dose veröffentlicht wird. Ich studiere inzwischen sehr genau die Terrainwertung einer Dose, weil ich eben nicht mehr sooo leicht mal kurz in einen Baum, einen Hang oder an einer Mauer hochkomme. 

Und ich habe manchmal einfach nicht mehr so vile Geduld bei der Suche nach einem Tradi, der sich mir einfach nicht zeigen will; aber laut Listing nichts Besonderes sein soll. Dafür aber immer mehr Lust, sich an Rätsel ranzumachen, die mir früher einfach zu langwierig erschienen. 

Ja, ich gebe es zu, ich bin älter geworden, das Geocachen hat sich gewandelt, die Menschen, die Einstellungen, wie man cacht, haben sich verändert, die Qualität deer Dosen, die technischen <möglichkeiten, die Risikofreude mancher Cacher; immer spektakulärer, immer größer müssen die Events werden; wer heute noch. nicht auf einem Baum, Mast oder Turm geklettert ist; wird von manchen als Weichei und SissiCacher tituliert. Wer keine Lockpickingfähigkeiten sein eigen nennt, wer nicht ein gehöriges Equipment von den verschiedensten techischen Geräten hat; steht manchmal am Ende eines Multis ohne Chance da, weil er das jetzt gerade geforderte Equipment nicht dabeihat.

Tja, früher war es einfacher; da zog man mit seinem kleinen gelben Etrex los; das nur die Richtung und Entfernung anzeigen konnte; den Weg musste man sich selbst suchen.  Die Dosen waren zumeist mit Liebe gestaltet und die Locations sorgfältig ausgesucht; wollte man als Owner den anderen doch meist noch etwas Besonderes bieten. Da gab es keine Statistikcaches alle 200 Meter, nur damit man schnell auf eine hohe Fundzahl kommen kann; da musste es keine Dose im 30 Meter Baum oben sein, nur um den Suchenden den Thrill zu verschaffen.

Da gab es noch Rätsel, die man nur in Gruppenarbeit zusammen lösen konnte und wollte, ich erinnere mich nur an „Die zarteste Versuchung“ , bei dem sowohl das Lösen des Rätsels zum Happening und Stapeln einer bekannten Schokolade führte als auch die gemeinsame Hebung der Dose; wo alle sich auf einen gemeinsamen Termin einigten, um gemeinsam die Früchte der nächtelangen Arbeit zu ernten. 

Oder die Spannung, wenn man sich gemeinsam nachts zur Erstlösung eines neuen Multis traf; gemeinsam durch den finstren Wald stolperte und am Ende die Dose fand. Was waren das noch für Zeiten! Ich erinnere mich noch genau, als einmal 2 Cacher zu Besuch zu mir kamen, um dann gemeinsam einen der besten Nachtcaches mit mir zu lösen: „Papa November, der Kuchen ist angebrannt“

Oder der erste Dönerstag, der gleichzeitig die Keimzelle für den Heideberger Stammtisch „Der Berg ruft“ wurde; inklusive des ersten Caches mit Risiko für mich, nämlich unter einer Brücke montiert auf einem Fahrradträger 20 Meter über dem Erdboden.

Ach ja, das würde ich heute nicht mehr machen (können). 

Zurück zum 1000sten Cache! Irgendwie etwas besonderes sollte er ja schon sein; aber es musste jetzt nicht unbedingt ein Event dafür ins Leben gerufen werden; der Dönerstag hat nicht geklappt, da in Heidelberg nur einer zur Mittagszeit abgehalten wurde und da ich am nächsten Tag in Urlaub fahren wollte, war eine abendliche Veranstaltung nicht zu machen. Also war klar, dass der tausendste Cache wohl am Bodensee liegen würde. 

Und so fiel die Wahl auf den kleinen, im Verborgenen liegenden Cache „Alt und älter“. Wie passend! Noch bin ich nicht alt, aber eben älter geworden; die Location ein Kleinod in der Gegend, das im Schatten der bekannteren“Zwillingsschwester“ mir inzwischen fiel verlockender erschien. Und die Dose erst! Mein Gott, als ich diese Installation sah, fühlte ich mich doch ein bisschen alt; hatte ich doch schon mit dem Vorgänger meine ersten Schritte im Nerdleben gemacht.

Und so ist dieser kleine Cache in seinem ganz gewissen Dasein genau der richtige Cache für die 1000

Tja, nun bin ich endlich, nach über 10 Jahren mehr oder weniger intensiver Geocacherzeit, in der glücklichen Situation, vor meinem 1000. Fund zu stehen!

Yeah, Yippie, Juhuuu!!! Äh ja? Was soll dieser Freudenausbruch? Ist das was Besonderes? Ist doch einfach nur eine Zahl, oder? 10 Jahre dabei zu sein finde ich dann doch schon eher zu feiern, oder? Aber das sieht ja niemand, ausser man trägt es nach aussen. Und die guten Cacherfreunde? Die, mit denen man die ersten zaghaften Gehversuche im Finden und dann später im Legen von Dosen machte? 

Ja, die sind teilweise in alle Winde verstreut, aber bei Events trifft man sich hin und wieder oder hält lockeren Kontakt per Internet. Alles entwickelt sich weiter; manch Cacher, den man selbst zum Cachen brachte, hat einen längst bei den Funden überholt.  Wie war das im Jahr 2006, als das Cachen noch eine Art Geheimhobby war; nur für Eingeweihte? 

Wie es anfing? Eigentlich it ja der Kaffeeriese Tschibo schuld. Der brachte nämlich ein PDA mit GPS heraus, das ich mir anschaffte, um nicht immer so orientierungslos in der Gegend herumzufahren. 

Der PDA hatte eine GPS-Antenne und das Programm von Navigon ab Werk. Ab jetzt also konnte ich jeden Punkt genau anfahren; was ich noch nicht wusste, was das für Auswirkungen auf meine zukünftige Freizeitgestaltung haben sollte. Nerd wie ich damals schon war, war ich in meiner Bibliothek als technikafin und Freak bekannt und so war es nicht verwunderlich, dass eines Tages einer unserer EDV-Hiwis vor mir stand und meinte: du hast doch jetzt ein Navi, ich hab da ein Programm, das könnte dich interessieren.“ Und so war es passiert; ein paar Meter neben meiner Arbeitsstelle lag der von eben diesem Hiwi ausgelegte Cache „semper apertus“ der auch mein erster wurde. Betruetes Cachen in der Mittagspause sozusagen; entsprechend eingesaut aber glücklich mit dem ersten Fund.

Nun ja, genug des sentimentalen Rückblicks, vielleicht später mehr. Blick nach vorne und ja wo isser denn, der 1000ste Cache?

Von wegen wir Geocacher laufen nur im Wald rum wie Verrückte und suchen Plastedosen.
So manchmal kommt man auch an Orte und zu Gelegenheiten, die ein Muggel nicht unbedingt so erleben kann.
So wie am letzten Samstag,  25.März 2017, dem Tag der Astronomie.
Da gab es nämlich ein phantastisches Event auf dem Königstuhl in Heidelberg, im Haus der Astronomie
„Von der Erde zum Universum“ GC6YRM2

Und zwar exklusiv nur für Geocacher!!!

Mit Spezialvorführung 3x am Tag im Hörsaal des Hauses. Mit extra Einführung und Kommentar vom Team C-D-K;
zum Glück hatte ich mit Cora, dem C des Veranstalterteams eine phantastische Pilotin des Cacherraumschiffes, so dass wir sicher zur ISS, dem Mond, Mars, Saturn und gaaaanz weit raus aus unserer Milchstrasse in die Unendlichkeit geflogen sind.
IMG_0618
Und dass unser Raumschiff auch schwere Lasten tragen konnte, bewies die Anwesenheit von Theo und Adipossette, die ohne Berechnung von Übergewicht mit an Bord durften!
Dazu ein gelungenes Büfett, das von den zahlreichen Machern bestückt und verspeist wurde, die Möglichkeit, ein Teleskop mal aus der Nähe zu bestaunen und auf der Rückfahrt mit einem phantastischen Sonnenuntergang belohnt zu werden:
Ein rundum gelungener Einstieg in das Cacherjahr 2017!!!

IMG_0620

 

Nun bin ich ja schon ein kleines Weilchen beim Cachen dabei und tatsächlich komme ich der Vierstelligkeit nun doch endlich immer näher. Habe heute den 993. Cache gefunden und wenn alles so klappt wie ich es mir vorstelle, kann ich meine Vierstelligkeit auf einem 2tausender erreichen. Der Plan: eine Dose auf dem Säntis heben.

Davor muss ich aber noch mal losziehen und ein paar Dosen einsammeln und überhaupt, ich habe noch nicht geschaut, ob es überhaupt da oben eine für mich erreichbare Dose gibt.

Naja, in diesem Sinne:

Happy Caching!

„Achtung: Dieses Buch wird durch Produktplazierungen unterstützt“

Irgendwie drängte sich mir im Verlauf dieses Buchs das oben genannte Label auf.
Ich habe mal spasseshalber die Nennung der Marken gezählt: es sind genau XX!

Falls man sich in Oberstdorf bisher nicht auskannte, die überaus detaillierte Schilderung der Strecken, die die einzelnen Protagonisten zurücklegen, können durchaus aus geführte Spazieranweisungen durch Oberstdorf durchgehen.

Durch die nennen wir es mal Marotte des Autors hat dieses Buch sage und schreibe129 Kapitel! Denn jeder Ortswechsel im Buch generiert ein neues Kapitel. In der Printausgabe hat dieses Buch 352 Seiten, aber auch dafür finde ich es unnötig es in so viele Kapitel zu unterteilen. Als Leser ist man durchaus in der Lage einen Ortswechsel auch ohne Kapitelüberschrift zu bemerken.

Trotz dieser Stolpersteine im Lesefluss hat mich das Buch doch einigermassen gefesselt, so dass ich es innerhalb von 2 Wochen gelesen habe. Wie gesagt in der elektronischen Version. Das hatte einen Nachteil: die als Photos wiedergegebenen Zettel, Ausschnitte etc. ließen sich nicht vergrößern; sodass die dort enthaltenen Informationen mir auf meinem Smartphone leider verborgen blieben.